Ein Drittel der Hip Hop-Visionäre Sa-Ra Creative Partners, die vor einigen Monaten mit “Nuclear Evolution: Age of Love" ein kleines Meisterwerk raushauten, wagt nun den Alleingang, und das mit unzähligen Gastmusikern, noch mehr Instrumenten und noch mehr Ideen. Die schlauen Beats sind vertrackt, gebrochen und zerschlagen. Beat-Psychedelica, Exotica und Sunshine Pop treffen auf dunklen Ambient und elektronische Spielereien, vielseitiger Gesang gibt düstere Zeilen wieder, fremdartige Klänge aus Nordafrika konkurrieren mit opulenten Streichern, und in all dem sind viele, viele unvergängliche Melodien, mal süsslich und leicht fassbar, mal lange Zeit im Verborgenen. “En’ A-Free-Ka“ ist nicht das Durcheinander, das es sein könnte - Shafiq Husayn bewahrt Gelassenheit, während er den R&B kräftig durchschüttelt.
Immer wieder erinnert “En A-Free-Ka“ mit seinem zeitlosem Klangbild an die Stevie Wonder-Meisterwerke der 70er, und noch mehr drängt sich ein Vergleich mit einem Sun Ra auf, der die alberne Verkleidung zu Hause vergessen hätte. Die Avant-Garde-Jazzlegende hätte an dem abstrakten Psych-Hop in Stücken wie “The Odd Is C“ oder auch “Egypt“ bestimmt seine helle Freude gehabt.
Besonders in der ersten Hälfte des Albums gelangt aber auch einiges auf direktem Weg zum Hörerherz: In “No Moor” versüssen Streicher bittere Geschehnisse, den schicken Broken Beats in “Lil’ Girl“ oder “Lost&Found“ ist nur schwer zu widerstehen, später entzückt “Major Heavy“ mit federleichtem Trompetenspiel und schweren Gitarren und das sinnliche “Le’Star“ glänzt mit unterkühlten Jazz-Hop-Rhythmen.
Shafiq Husayn prescht nach vorne in die Zukunft wie sonst niemand, dabei lässt er aber die reiche Musik-Vergangenheit nie aus den Augen.
Seit 14. September 2009 im Handel.
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Anspieltipps:
> No Moor
> Evil Man
Diskographie:
> Shafiq en' a-Free-Ka (2009)
Ähnliche Künstler:
> Sa-Ra
> Steve Spacek
> Dabrye
> Flying Lotus
Inspiration
> Stevie Wonder
> Sun Ra
> Duke Ellington
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> The Doors