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Eno









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Ani DiFranco & Andrew Bird - 01.04.05 - Fri-Son Fribourg

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von Ivana Leiseder am Sonntag, 1. Mai 2005 in Konzertberichte   

Ani who?

Die singende Feministin Ani DiFranco gab jüngst im Fri-Son in Fribourg ihr energisches Gitarrengeschrammel und breites Grinsekatzegrinsen zum Besten. Mit dabei im Gepäck als Supporting Act der grossartige Troubadour und Profiviolonist Andrew Bird, der seiner Gastgeberin gnadenlos die Show stahl.

Ja, ja, die lieben Supporting Acts: Einem oftmals unbekannt, gibt man sich Mühe, sie vor lauter Vorfreude auf den Hauptact nicht zu vernachlässigen, sehnt dann aber meistens doch das Ende des Auftritts herbei, um sich endlich den Hauptgrund des Konzertbesuchs zu Gemüte führen zu können. Manchmal entdeckt man unter den Sprösslingen ganz nette, neue Bands, aber selten bis gar nie wünscht man sich, der Hauptact würde gar nicht erst kommen. Diese Seltenheit hielt bei Andrew Bird als Supporting Act von Ani DiFranco Einzug.
Mit der Musik Andrew Birds nur sehr oberflächlich vertraut, verzauberte mich der hagere Singer/Songwriter von der ersten Sekunde an. Da stand er auf Fribourgs wohl meistbesuchten Bühne ganz alleine mit seinen Instrumenten, war in ein sanftes Licht gehüllt und bot bewegende, humorvolle, nachdenkliche Songs - alle von seiner jüngsten Veröffentlichung, "The Mysterious Production of Eggs" - in bester Jeff Buckley Manier und mit vollen Herzensblut dar. Keine Backingband war vonnöten, nein, Mr. Bird spielte alle Instrumente, d.h. Violine, Keyboard, Gitarre u.a., gleich selber, nahm diese während der Darbietung auf und spielte die einzelnen Melodien sogleich ab, um zum nächsten Instrument greifen zu können. Seinem Namen alle Ehre machend, begleitete er viele der Stücke mit einem melancholischen Pfeifen oder Säuseln, das so manches Herz entzückt haben dürfte. Herrlich, einfach herrlich. Nach einer knappen Dreiviertelstunde war die himmlische Vorstellung leider bereits zu Ende und Andrew Bird nutze das Mikro, um dem Publikum zaghaft noch etwas zu sagen. "Hhm... My new record... The Mysterious Production of Eggs... Is out now... If... you... would like... to.... hhm", sprachs und ging charmant schulterzuckend von der Bühne. Wie ein unsanfter Stoss wurde man durch das nervöse Treiben auf der Bühne aus den Träumen gerissen und sehnlichst wünschte man sich Andrew Bird wieder auf die Bühne. Bemerkenswert, ja schlicht und einfach grossartig, was der gute Mann mit der starken Stimme in Fribourg bat. Das ist musikalisches Können in seiner reinsten Form - Andrew Bird spielt nicht nur Musik, nein, er lebt sie.
Oh, bevor man's vergisst: Als Hauptact war eine Dame anwesend... Wie hiess sie noch mal? Ach ja, Ani DiFranco. Whatever. Auf weitere Konzerte, sehr geehrter Mr. Bird, auf bald! Tra-la-la.

Links:

- www.righteousbabe.com/artists/andrewbird/index.asp
- www.righteousbabe.com/ani/index.asp
- www.fri-son.ch

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