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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
8.3
Autechre – Exai
Kate Nash – Girl Talk
Josh Ritter – The Beasts in It's Tracks
Still Corners – Strange Pleasures

15.3
Steve Mason (The Beta Band) – Monkey Minds in the Devil’s Time
The Mary Onettes – Hit the Waves
Stornoway – Tales of Terra Firma
Devendra Banhart - Mala
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Charles Bradley beim Jazznojazz im EKZ-Unterwerk Selnau in Zürich 29.10.2011

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von TheNoise am Donnerstag, 3. November 2011 in Konzertberichte   
Charles Bradley
Das Goldene Zeitalter sucht man derzeit nicht in der Zukunft, man blickt zurück.
Der Protagonist von Woody Allens neuem Film „Midnight In Paris“ flieht vor seinem Alltag in die 1920er-Jahre, im Münchner Rationaltheater tanzt man im Retro-Look zum Swing von Schellack-Platten, und Charles Bradley nimmt seine Fans mit in die funkige Welt des Deep Soul.

Der 63-Jährige – er wurde bei einer Tributveranstaltung seines grossen Vorbilds entdeckt – beerbt den Godfather of Soul, James Brown. Der ehemalige Küchenchef ist ein Spätberufener. Viele Jahre lang machte er nebenbei Musik, erst nach einigen Schicksalsschlägen – so die offizielle Geschichte – widmete er sich ihr völlig. Jahrelang tingelte er durch kleine Clubs, dieses Jahr erschien sein Debütalbum. Erst jetzt scheint er den Applaus zu bekommen, den er verdient. 

Charles BradleySeine Lieder sind stark, Bradley selbst wirkt authentisch, und trotzdem wird beim Konzert schon beim viel zu langen Intro, mit dem ihm seine Band den Boden für eine Punktlandung bereiten soll, klar: Die Band wird weder mit Schmelz noch mit Funk für eine flirrend-elektrisierende Atmosphäre sorgen. Und Charles Bradley gibt mit Schmerbauch und vom Leben gezeichneten Gesicht den Liebhaber, der noch immer jugendlich wirken will. Erst im roten Smoking, später im ebenfalls glänzend reich bestickten Overall, zitiert er seine Vorgänger, ohne jedoch so extravagant und originell zu wirken wie diese. Seine Musiker – sie absolvieren das Programm zwar druckvoll, aber weitgehend ruhig und unauffällig – überlassen ihm die Show und er verlässt sich auf das Bewährte: Er tänzelt und fällt auf die Knie, er donnert und kreischt, und immer wieder schwenkt er lasziv die Hüften und stöhnt regelmässig sein «uhh, so goood». 

Charles BradleyCharles Bradley ist nicht der Parodist, als der er mitunter unfreiwillig wirken mag. Seine Musik ist gefühlsbetont und mitreissend, seine Stimme ist mächtig und seine Interpretationen sind intensiv. Man sieht Bradley an, dass er öfters ausgeknockt wurde. Er ist aufgestanden und hat sein Leid in Stärke verwandelt. Das beeindruckt. Vorne tanzen die Zwanzigjährigen und lächeln beglückt, hinten setzt schon früh das muntere Gehen ein. Dachte man beim Debütalbum noch, dass hier ein Geschundener mit den Erfahrungen seines Lebens seiner Lieblingsmusik zu einer neuen Tiefe verhilft, so zeigt er im Konzert, dass er zwar seine Stücke hervorragend verkörpern kann, in der Bühnenshow aber in der Konvention stecken bleibt und auch mit Coverversionen wie Neil Youngs „Heart Of Gold“ keine glückliche Hand hat. 

Nächstes Konzert: 10.11.2011, Basel, Kaserne Basel.
» 1 Kommentar
1"Schnoddrig"
am Dienstag, 22. November 2011 15:33von Reto
Diese Besprechung ist geprägt von Ignoranz und Schnoddrigkeit. Einem alten Mann den Bauch vorzuhalten, fällt auf den Schreiberling zurück, der sich auch mit den Aussagen zur Band nicht unbedingt als Experte beweist. Das Ganze auch noch unter dem Deckmantel der Anonymität: Ich würde mich schämen.
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