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Eno









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Danças Ocultas beim Seelax in Bregenz, 25.5.2011

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von TheNoise am Freitag, 27. Mai 2011 in Konzertberichte   
Dancas OcultasIn der Ruhe liegt die Kraft: Danças Ocultas wirken zwar vordergründig mitunter einfach, sind aber überaus raffiniert – und auch live ist das Quartett makellos.

Ungewöhnliche Besetzungen sind schon die halbe Miete. Wenn vier Cellisten Songs von Hardrockern interpretieren, ist die Aufmerksamkeit garantiert. Die Halbwertszeit hingegen ist vergleichsweise kurz. Denn bald schon bleibt – auch wenn es immer jemand gibt, der jahrelang treu bleibt und den Stillstand nicht merkt – nicht viel mehr übrig als der Gag.

Das portugiesische Akkordeon-Quartett hingegen fällt nicht nur deswegen auf, weil sie ihre eigenwillige Nische gefunden haben. Das weltmusikalische Kammerensemble versteht sich zwar durchaus auf den Effekt, Effekthascherei jedoch ist ihnen fremd. Sie brauchen keine vordergründig auffälligen Ideen, weil ihre Musik aufsehenerregend genug ist. Ihre Kompositionen mit Elementen aus Volksmusik, Klassik und Avantgarde sind ruhig, wirken oft einfach und sind dabei immer wieder recht vertrackt. Sie klopfen rhythmisch auf ihr Akkordeon, lassen den Balg fauchen und pflegen bei allem Wohlklang auch gekonnt die Dissonanz. Meist legt Filipe Ricardo mit seinem eigens entwickelten Bass-Akkordeon die eingängige Grundlage, auf der Artur Fernandes und Franciso Miguel ihre überwiegend schlichten Melodien entwickeln.

Weil das Einfache so schwer ist, sind Gruppen wie Danças Ocultas einzigartig. Sie spielen präzise und beseelt, und überzeugen in den lyrischen Passagen genauso wie mit den kraftvollen. In den Kompositionen von Danças Ocultas schwingt viel Melancholie mit, aber auch eine Art gemütliche Lebensfreude. Ihre Musik steckt zudem voller Humor. Weil er nicht in der Art des schrillen Komödianten daherkommt, sondern wie der des hintergründigen Kabarettisten, wirkt das Quartett wie aus der Zeit gefallen. So ist es nur logisch, dass sie live nicht vor allem das kürzlich erschienene Album „Tarab“ präsentieren, was ebenso begeistert aufgenommen worden wäre wie der gebotene Querschnitt aus ihrem rund fünfzehnjährigen Schaffen. Die vier Portugiesen haben eben mehr zu bieten als eine originelle Besetzung.
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