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Faun in der Met-Bar, Lenzburg, 13.02.2010

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von Sophie Müller am Samstag, 20. Februar 2010 in Konzertberichte   
FaunDas deutsche Pagan Folk Quartett Faun beehrte zum wiederholten Male die Met-Bar in Lenzburg. Diesmal waren sie akustisch auf Tour – das hiess fürs Publikum: Während des Konzertes brav sitzen und mucksmäuschenstill bleiben.

Doch es hat sich gelohnt. Faun entführte uns einen Abend lang in die ferne Welt des Mittelalters, mit Umwegen über Bulgarien, Griechenland, Schweden. Schon bevor die vier Musiker auftraten konnte man auf der Bühne exotische Instrumente erblicken: Eine Harfe mit keltischen Mustern, eine Drehleier oder eine Nyckelharpa, auch Schlüsselfidel genannt, eine Art Streichinstrument, welches aber über eine Tastatur gespielt wird. Selbstverständlich waren auch Geige, diverse Flöten und Dudelsack mit von der Partie um Oliver « SaTyr »'s unterhaltsame Geschichten musikalisch zu begleiten. Diese erzählten von Helden der Nibelungen (« Sigurlied »), von Totentänzen (« Tanz über die Brücke ») und warnten uns vor Trollfrauen (« Herr Heinerich »). Auch waren einige Minnelieder darunter, romantische Balladen mit der mittelalterliche Musiker die Herzen der adeligen Damen zu gewinnen versuchten, so zum Beispiel das spanische « Tinta ». Mehrstimmiger Gesang der beiden weiblichen Bandmitgliedern zog das Publikum in seinen Bann, während der Percussionist Rüdiger Maul wahrhaftige Zauberstücke auf seinen Trommelinstrumenten vollbrachte. Zum Schluss beehrte uns Faun mit einer musikalischen Version von Goethes « Der König von Thule », bevor wir mit unserem letzten Glas Honigwein den kalten Rückweg antraten.

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