Interpol (2) - 30.06.05 - Fri-Son Fribourg |
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| von Philipp Gautschi am Montag, 15. August 2005 in Konzertberichte | |
![]() Wer erfand die aufblasbaren Plastikwürfel? Es ist zwar etwas zu spät dafür, doch ich möchte hier doch noch meine Meinung zum bereits von Ivana besprochenen Interpol-Konzert in Fribourg kurz erläutern. Damals, vor langer, langer Zeit, als ich gerade noch einige Prüfungen zu schreiben hatte und ziemlich umherstresste, kam das Konzert wie bestellt und brachte beste Abwechslung ins ach so strenge Studentenleben. Interpol (vor allem ihre Platten) muss man einfach
mögen. Ich tu dies eigentlich auch und begab mich somit zu besagtem
Lokal, um mal zu schauen, ob sie auch wirklich spielen können. Etwas
verspätet betraten die Herren in frisch gebügelten Hemden sowie
kravattiert (ugs. für kravattentragend) die Bühne und begannen
mal munter durch ihre Alben zu spielen. Die Hölle war zwar nicht los,
man schaute den etwas seltsamen Knaben zu und staunte über ihre
Coolness (wenn man solch ein Unwort überhaupt benutzen darf). Der
Sänger montierte ab und zu eine Montage (ugs. rauchen), steckte sie an
die Gitarre und spielte weiter, während er mit abwesendem Blick dauernd
an die Decke starrte und die Texte mit sympathisch näselnder Stimme,
deckungsgleich mit den Studioaufnahmen, zum Besten gab - beeindruckend.
Der Gitarrist, also derjenige, der all die grausam schnellen
Gitarrenwirbel spielte, tat dies tatsächlich grausam schnell, machte
jedoch nicht den fahrtüchtigsten Eindruck - auch beeindruckend. Dann
war da noch ein Bassist, rabenschwarz bekleidet, mit steinerner Miene
und der spielte sein Instrument als wäre er Mitglied einer wüsten
Metal-Band - auch beeindruckend. Den Schlagzeuger sah ich nicht, muss
noch etwas wachsen, doch er spielte auch gut - sowieso beeindruckend.
Das Verhalten der Knaben, deren Namen zu nennen ich momentan nicht
befähigt bin, machte auf mich also nicht den nüchternsten Eindruck, was
jedoch keinen Einfluss auf das Gespielte hatte. Am beeindruckendsten
war jedoch die Lichtshow: sehr schön, ziemlich farbig und zum gekonnten
Instrumentenspiel passend. Irgendein Kasper im Publikum begann dann mal
grosse, aufblasbare Würfel umher (bzw. den anderen Zuschauern ins
Gesicht) zu schmeissen - der Tiefpunkt des Konzerts. Als die Würfel
dann endlich in den Tiefen des Konzertsaals verschwanden, konnte man
sich wieder den sehr gut, sehr albumgetreu gespielten Liedern widmen,
die ihren spielerischen Höhepunkt in der Zugabe erreichten. Es wurde
dann doch ziemlich warm und man begab sich zügig zurück nach Bern. Nur
"Stella" wurde vermisst, wahrscheinlich hat sie sich verlaufen.
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