Konzertausblick Juni 09 |
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| von Redaktion am Samstag, 6. Juni 2009 in Konzertberichte | |
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Die vielversprechendsten Konzerte dieses Monats, darunter Auftritte von Stars wie
Laurent Garnier oder Coco Rosie und aufstrebende Künstler wie Gisbert
zu Knyphausen oder Chad VanGaalen, führen in alle Ecken der Schweiz.
Kimya Dawson, Angelo Spencer und Karl Blau im Südpol in Luzern (8. Juni) Eine Europatour unter Freunden: Die ehemalige Gefährtin von Adam Green bei den Moldy Peaches, Kimya Dawson, setzt konsequent ihren Anti-Folk Weg fort. Sie singt bei weiterhin schräg-schöne Kinderbilder, zeichnet und bespielt sie und ist seit dem dem Soundtrack zu Juno durchaus erfolgreich. Zusammen mit Ehemann und Bandmember von Antsy Pants, der One-Man Band Angelo Spencer, tritt sie im Südpol in Luzern auf. Begleitet werden sie vom Multinstrumentalisten Karl Blau, der seit kurzem auch sensationelle Soloplatten veröffentlicht. Berühmt wurde Blau durch Kollaborationen mit Phil Evrum von Mount Eerie und mit Laura Veirs. Der Einzelgänger aus Kanada machte bislang auf drei Sub Pop-Alben mit vielfältigem Indie/Lo-Fi-Rock auf sich aufmerksam. Der Singer-Songwriter spielte bis auf wenige Ausnahmen alles selbst ein, teils gar mit selbstgebauten Instrumenten: Der Kanadier ist mit einem Übermass an Kreativität gesegnet, das live bestimmt auch zu Tage tritt. Mit Women hat VanGaalen seine Protegés mit dabei, deren Album er auch produziert hat. A Hawk and a Hacksaw und Saturn Finger in der Usine KAB in Genf (9. Juni) Jeremy Barnes, seines Zeichens Drummer der Indie-Heroen Neutral Milk Hotel, rief dieses höchst interessante avantgardistische Balkan-Folk/Rock-Projekt vor sieben Jahren ins Leben. Seit dem sind fünf gelungene Alben erschienen, das letzte im Mai dieses Jahres. Barnes und die Violinstin Heather Trost schienen sich auf jedem dieser Alben zu steigern, so dass unterdessen definitiv der Zeitpunkt gekommen sein dürfte, diese meist instrumentalen Perlen live zu erleben. Die Tour zu seinem neuen Album führt den besten Elektro-Act Frankreichs auch in die Schweiz. Wie auf seinen Alben überrascht der Franzose auch live immer wieder, in dem er auch mit Mitmusikern unterwegs ist und dabei weit von den üblichen Elektro-Pfaden abkommt, um seine musikalische Vision verwirklicht zu sehen. Bei seinem einzigen Konzert in der Schweiz wird er von Telefon Tel Aviv begleitet, der grossartigen IDM-Gruppe, die vor kurzem und viel zu früh mit Charles Cooper ihre eine Hälfte verloren hat. Josh Eustis führt die geplanten dennoch weiter – unter Umständen die letzte Möglichkeit, ihre Musik live zu hören. [Rezension zu Tales Of A Kleptomanic] Gisbert zu Knyphausen im El Lokal in Zürich (11. Juni), im Mokka in Thun (12. Juni) und am Imagine Festival in Basel (13. Juni) Der Liedermacher aus dem Rheingau überzeugte im letzten Jahr auf seinem Debüt mit tollen Melodien in zurückhaltend instrumentalem Gewand und vor Wortwitz nur so sprühenden Geschichten so sehr, dass Vergleiche mit Sven Regener oder Niels Frevert her halten mussten. Zum zweiten Mal kommt der Deutsche nun für einige Konzerte in die Schweiz - vielleicht nicht mehr lange in solch intimen Rahmen zu bewundern. B-Sides Festival auf dem Sonnenberg in Kriens (12/13.Juni) Das B-Sides Festival geht 2009 zum dritten Mal über die Bühne bzw. den Sonnenberg. Dass das B-Sides für allerfeinste Musik jenseits allen Geldes steht, dürfte klar sein. Daher wage ich mich gar, dem kleinen Festival auf meinem Heimatberg bereits zu seinem dreijährigen Geburtstag einen gewissen Kult-Status zu verleihen. Doch neben dem faszinierenden Programm (siehe: http://b-sides.ch/openair09/programm/zeitplan ), der unglaublichen Aussicht und den netten Menschen gibt es weitere, tiefere Gründe, das B-Sides Festival zu besuchen (siehe hier). Jedem, der seine Openairs quantitativ eher klein, dafür qualitativ umso feiner mag und nebenbei gute Musik zu schätzen weiss sei ein Besuch am B-Sides wärmstens ans Herz gelegt. Alle weiteren Informationen findet man hier. Quellrock Open-Air in Bad Ragaz (19/20. Juni) Das Quellrock Open-Air in Bad Ragaz findet inmitten von Weinbergen und der Ruine der Burg Freudenberg, die um das Jahr 1200 erbaut wurde statt. Eine wahrlich freudige und charmante Meute trifft man auf dem kleinen Hügel an. Zusammen geniesst man die Musik, das Essen und die spezielle Atmosphäre, ganz gleich ob sich Herzog und Burgfräulein im Grabe umdrehen. Während den zwei Tagen treten hauptsächlich nationale Künstler auf. Das musikalische Angebot reicht von Singer-Songwriter Folk bis hin zu Crossover und Hip-Hop. Für jeden Besucher bietet sich was passendes, und was nicht passt, wird passend gemacht, denn im Zentrum steht das Beisammensein. Erholen kann man sich in der Baumbar, umgeben von Geäst und Lichterketten oder beim sagenhaften Ausblick auf das Sarganserland und die Bündner Herrschaft. Alle weiteren Informationen findet man hier . CocoRosie geben regelmässig Konzerte in der Schweiz und doch möchte man keines aufgrund der hypnotisierenden Wirkung missen. Das Geschwisterpaar Sierra und Bianca Casady wickelt das Publikum zum einen mit ihren traumhaften Neofolkklängen und zum anderen mit ihrem kühlen, anmutigen Erscheinungsbild um den Finger – ganz ohne Pendel oder Schabernack. Man hofft ausserdem auf TEZ, den einzigartigen Beatboxer, der gerne mal den gesamten Schlagzeugpart übernimmt und die beiden Schwestern seit 2006 auf Touren begleitet. Zu überzeugen wissen die bunten Paradiesvögel bestimmt. [Rezension zu The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn]
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