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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
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Triggerfinger im Coq d'or in Olten, 9. Oktober 2011

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von Ursula Sidler am Mittwoch, 12. Oktober 2011 in Konzertberichte   
TriggerfingerOlten hat bekanntlich schweizweit keinen besonders guten Ruf. Mir konnte am vergangenen Sonntag allerdings das Gegenteil bewiesen werden. Kaum habe ich den Bahnhof verlassen, befinde ich mich auch schon an meinem Ziel, dem Coq d’or, einer Perle unter den Veranstaltungslokalen. Betritt man das Lokal, so findet man einen gemütlich und sorgfältig eingerichteten Barbetrieb. Über der Bar hängen verschiedene Bilderrahmen, in denen auf Schiefertafeln geschrieben die Getränkekarte abzulesen ist sowie eines der berühmteren Zitate von Tom Waits: „Don't you know there ain't no devil, it's just god when he's drunk“. Das Barpersonal strahlt eine Herzenswärme aus, sodass ich mich auf ein teuflisch gut gefülltes Glas Rotwein einlasse. Damit ausgerüstet zieht es mich ins Fumoir, welches vollkommen mit Buchseiten tapeziert ist und so eindrucksvollen Charme versprüht.

Nathalie empfängt mich mit ihren Rehaugen und einem beeindruckend breiten Lächeln. Bevor das Konzert anfängt, statte ich der Toilette noch einen kleinen Besuch ab, genauso tut es auch der Bassist von Triggerfinger. Beinahe zeitgleich verlassen wir die stillen Örtchen und aus Versehen remple ich Ihn an. Er hält eine kleine Filmkamera in der Hand, mit welcher er den Weg zur Bühne filmt. Ich nutze die Gelegenheit und folge Ihm, sodass mir auch mit meiner nicht allzu beträchtlichen Grösse einen optischen Eindruck des Konzerts ermöglicht wird. Die Bühne ist ungefähr einen halben Meter hoch, es lassen sich also alle Details genauestens sehen. Die drei Herren in ihren edlen Anzügen strahlen eine elegante Maskulinität aus, ihr Parfüm erfüllt den ganzen Raum. Sie eröffnen das Konzert mit „I’m Coming for You“ und vom ersten Ton an fühlt man die Professionalität. Dass die Belgier ebensogut vor einem zehnfach so grossen Publikum spielen können und trotzdem die Zusage zu diesem Konzert geben, zeugt von Grösse. Zeitweise bleibt kein Millimeter Platz für ein wenig Luft zwischen dem Publikum und der Band. Genug Platz finden die Musiker für kleine Witzchen; so wird beispielsweise erklärt, der Raucheffekt sei von Van Halen gekauft.

Während dem Konzert beweisen die Gentlemen, dass sie ihr Metier verstehen. Jede Bewegung zeugt von Präzision und Ausdrucksstärke. Bevor sie „All This Dancin‘ Around“ anspielen, wird auf die neuen Schuhe des Sängers aufmerksam gemacht. Die noblen Lackstiefeletten winden sich über die Bühne, was ansteckend auf das Publikum wirkt, welches seine Emotionen und die eingehenden Tonwellen in wilde Bewegungen umformuliert. Insgesamt werden drei Plektrums in den Publikumssee geworfen, eines davon habe ich glücklich mit nach Hause genommen. Dass die Drei ein Händchen für Stil haben, unterstreichen sie in vielen feinen Facetten. So trinkt der Bassist beispielsweise aus einer Teetasse, die in seiner Hand wie für Zwerge gemacht aussieht. Wie für Konzerte typisch, sind die knapp zwei Stunden in gefühlten sieben Minuten um. Trotz des Schweisses liegt immer noch ein Hauch von Parfüm in der Luft.
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