News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Wendy McNeill im le Bourg, Lausanne, 10. 3. 2011

Drucken E-Mail
von Sophie Müller am Freitag, 11. März 2011 in Konzertberichte   
Wendy McNeill
Ce soir: Cabaret Punk – Folk Noir
Treppen hoch und treten Sie ein in eine Welt aus walzerndem Akkordeon und übernatürlichen Geschichten!

"Do you feel the waves?" Es ist still im Bourg, das Publikum schaut gespannt auf die grosse Brünette. Sie ist dunkel gekleidet, schwankt mit ihrem Körper hin und her, imitiert mit ihren Bewegungen die Wogen eines imaginären Meers. Jemand verneint ihre Frage, worauf sie lächelt und ihr Akkordeon zu spielen beginnt. "And now?"

Im hervorragend für kleine Konzerte geeigneten Bourg fand gestern Abend in gemütlicher Runde ein Konzert Wendy McNeills statt. Flackerndes Kerzenlicht und kleine runde Tischen zeichnet die Atmosphäre des Café théâtres aus, wo ein zu Anfang eher schüchternes Publikum begrüsst wird. In Begleitung von Erik Nilsson am Schlagzeug und Andreas Nordell am Kontrabass zückt die Kanadierin Wendy McNeill abwechslungsweise Akkordeon und Gitarre hervor. Nach dem ersten Lied führt die Sängerin ihr neues Konzeptalbum "For the Wolf, a Good Meal" ein, erklärt Grundrisse einiger Geschichten und spielt dann drei Lieder von der neuen Platte.

Sie stampft zum Takt und bedient durch ein interessantes Beinspiel den Looper am Boden. Während ihrer langsameren Songs kann man einige Blicke ins Nichts starren sehen, eingesaugt in den Gesangswirrungen der Kanadierin. Während zackigeren Walzern hingegen nicken Köpfe und bewegen sich Füsse im Takt. Beherrschte Crescendi und sanfte Intros die sich in Feuerwerke verwandeln lassen die intime Runde zufrieden lächeln. Ihre Musik ist inspirierend, zaubert Geschichten hervor und zeigt sich manchmal sogar ein bisschen sozialkritisch. Es ist beeindruckend, wie nur drei Instrumente eine solche Palette aus verwunschenen Klängen hervorbringen kann. Das verzwickte Stück "Giver" raubt Wendy kurzzeitig die Puste während der Schlagzeuger ulkige Mimiken zu seinem heiklen Perkussionsspiel zeigt. "We play a different version every evening" schmunzelt Wendy am Ende des Liedes. Man spürt förmlich, wie viel Spass das Trio an ihrer Musik hat, zwischen den Songs ein freundliches Summen, ein schelmischer Seitenblick oder zwei, drei Worte zu den kommenden Liedern. Auch ein überraschender Schrei ist keine Seltenheit, sogar der Schlagzeuger meldet sich einmal mit einem tierischen Kreischen am Mikrophon wenn er nicht mit dem Jonglieren der vielen Perkussionselemente beschäftigt ist. Auffallend ist auch Wendy's "süsser kanadischer Akzent", wobei ich diese Bemerkung meiner anglistischen Gesellschaft zu verdanken habe, die mich zum Konzert begleitet und jedes Mal entzückt kichert wenn die Sängerin ein Wort spricht.

Nach dem Konzert können wir mit der Künstlerin kurz zwei Worte austauschen, worin sie uns das Visuelle ihres neuen Konzeptalbums erklärt: Wie es eigentlich drei Hauptstränge gebe, die im Pop-up-Buch-artigen Album durch Stufen übersetzt seien und dass eine der Hauptfiguren, Eddy (auf englisch nicht nur ein Name, sondern auch "Strudel, Wirbel" bedeutend) in den gezeichneten Wasserwirbel gerate der am Rande des Albums abgebildet ist. Ursprünglich war zum Album ein Buch mit der gesamten Geschichte geplant gewesen, dass aber leider noch nicht ganz fertig sei. Von der Musik berauscht und mit vielen Melodien im Kopf geht es schliesslich die Treppen vom Bourg hinunter, mit der Gewissheit, bald wieder zu kommen, leider nächstes Mal ohne charmante Kanadierin auf der Bühne.
» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >