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Dans La Tente

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von Tobias Imbach am Montag, 2. November 2009 in Portraits   
Dans La TenteRitterschlag
Dans La Tente aus dem Luzerner Hinterland gehen mit ihrem feinsinnigen Rock dahin, wo in der Schweiz noch niemand war.

Sie haben aufgehört zu zählen, aber 50 bis 60 Songs sind es bestimmt, die sie live schon gespielt haben. „Und 20 davon haben wir bereits wieder vergessen“, gesteht Bassist Olivier Vogel augenzwinkernd. Sechs ihrer Songs werden ihnen aber in bester Erinnerung bleiben: diejenigen, die sich auf ihrer ersten Veröffentlichung wieder finden -  ihre “Knights EP“ steht seit vergangenem Freitag zum Verkauf bereit

Feinsinnig und vielseitig, sanft und doch bestimmt klingen Dans La Tente hier, nie lärmig, aber immer kraftvoll sind die Klänge zwischen New Wave und folkigem Rock. Bereits im ersten und besten Stück der EP brechen die Luzerner mit gängigen Songwriting-Mustern: In "Don't Take Everyone's Hand" holen sie nach einigen schwelgerischen Zeilen, die andere zigmal als Refrain wiederholen würden, aus und landen mit folkigen Gitarren und erdigem Orgelspiel in ganz anderen Gefilden, als es die ersten Takte noch vermuten liessen. Spätestens wenn sich das Trompetenspiel Christoph Barmettlers in den hymnenhaften Schluss eingliedert, hat das Schweizer Musikjahr einen weiteren Höhepunkt erlebt. "Haze" steht dem starken Opener in nichts nach und bestärkt den Eindruck, dass das Songwriting der Luzerner gleich einige wundervolle Melodien und Einfälle hervorbrachte. und auch dass diese Songs mit gutem Grund auf ihrer EP gelandet sind. Andere Songs wie "Diver" halten da nicht ganz mit, aber so oder so, "Knights" verheisst viel.

Die ältesten dieser Songs sind ein Jahr alt. Dans La Tente selbst blicken auf eine dreijährige Bandgeschichte zurück. Allzu bewegt sei diese nicht, sagt Sänger Christoph Barmettler. Viel mehr zeichne sie sich durch ihre kontinuierliche Entwicklung aus. Er und Olivier Vogel kennen sich schon lange, auch die Freundschaft mit Drummer Christoph Herzog geht bis in die Primarschuljahre in Willisau zurück. Als sie vor drei Jahren begannen, spielten die Willisauer noch zu dritt als Garage-Rock-Band – wenig später stiess der Eicher Dani Hug am Keyboard zu den ihnen hinzu. Gleichzeitig fanden sie im zofj in Sursee Unterschlupf, wo sie auch heute noch zwei mal in der Woche proben.

Während der Probe sind alle Musiker direkt am Songwriting beteiligt. „Nach der Fertigstellung klingen unsere Songs immer völlig anders als erst noch geplant“, sagt Barmettler. Spontane Einfälle verdrängen klassisches Songwriting. "Wenns im Bandraum rund läuft, ist das grossartig, und wenns sonst noch jemandem gefällt, noch besser“, sagt der Sänger weiter. Die vier Luzerner sind ehrgeizig, stellen hohe Ansprüche an sich selbst und sind doch auf dem Boden geblieben. Dass auf die EP ein Album folgen würde, ist für sie nicht selbstverständlich. Vor allem sei dies auch eine Frage des Geldes. Knappe 5000 Franken und unzählige Stunden im Proberaum und Studio haben sie die auf 22 Minuten verteilten Songs der EP gekostet. „Eigentlich kann man wählen, ob man gross in die Ferien oder sechs Songs aufnehmen möchte“, sagt Olivier Vogel. Am Geld liege es auch, dass es nur sechs Songs sind, die Dans La Tente nun über das Goldon-Label des Wolhusers Guido Röösli veröffentlichen. An Ideen gemangelt hätte es ihnen definitiv nicht. Entsprechend schwer ist ihnen die Auswahl der sechs Songs gefallen. 

Vorerst stehen nun Konzerte an, im nächsten Jahr soll es damit wieder richtig losgehen. Über die letzten Jahre hinweg spielten die Willisauer immer öfters live, in Clubs in  der ganzen Schweiz, selbst in Deutschland trat das Quartett im letzten Jahr mehrmals auf. Und natürlich wird weiter fleissig geprobt, damit sich bald noch mehr Songs zu ihrem Repertoire hinzugesellen, vor allem immer mehr derer, die zu gut sind, um vergessen zu gehen.

Dans La Tentes Lieblinge:
Wolf Parade - Apologies To Queen Mary
Why? - Alopecia
Clap Your Hands Say Yeah - Clap Your Hands Say Yeah
Must Have Been Tokyo - Vice EP
Yakari - Yakari



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Diskographie:
> Knights EP (2009)
» 1 Kommentar
1"Jawohl!"
am Dienstag, 1. Dezember 2009 16:50von Jeremias
Knights - Fantastisch, fantastisch, fantastisch! 
 
Wenn ich Geld hätte - Ich würd's ihnen geben. 
 
Immer weiter, ich habe grosse Freude an eurer Musik! 
 
Olé.
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