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Starcellar

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von Philipp Gautschi & Michael Zuckschwerdt am Donnerstag, 29. Januar 2009 in Portraits   
olistarcellar.jpgVielfalt gefällig?
Schon wieder etwas sehr Unbekanntes, sehr Neues, sehr Spezielles und sehr Kreatives aus dem Aargau.

Seit der Lobeshymne auf den Aargau im Populärkulturmagazin Rockstar sollte klar sein, dass dieser Kanton Grosses hervorzubringen vermag.

Oliver Keller (34) stammt aus dem beschaulichen Rupperswil. Seine musikalische Laufbahn begann 1991 mit dem Kauf einer Bassgitarre. Sehr schnell wurde ihm klar, dass sein gewählter Beruf als Radio- und Fernsehverkäufer in ihm nicht die Leidenschaft des Musizierens wecken konnte und er begann 1997 Bass an der Jazzschule Luzern zu studieren. Seit 2006 hat Oliver Keller auch das Studium für Schulmusik am Konservatorium in Zürich abgeschlossen. Neben den diversen musikalischen Projekten arbeitet er als Musiklehrer und gibt Instrumentalunterricht als Basslehrer.

Über all die Jahre war Oliver Keller in verschiedensten Bandformationen aktiv, beispielsweise bei VanessaEditha, Corazòn Latino, sowie aktuell als Livebassist von Florian Ast und Mitglied der Band des Musicals Ewigi Liebi.
Starcellar ist musikalisch weitgehend ein Soloprojekt von Oliver Keller. Die Songs sind über eine Zeitdauer von sieben Jahren entstanden, was vielleicht mit ein Grund für die stilistische Vielfalt ist. „Ok On“ wurde mit vielen befreundeten Gastmusikern und einer Vielfalt von talentierten Gesangsstimmen realisiert, letztere seien an dieser Stelle erwähnt: Benno Ernst (Steem, auch solo als El Niño aktiv), Tobias Gmür (Mother’s Pride), Thomas Garcia (Lockstoff), Martin Stüssi (King Caruso), Caroline Chevin (solo) und Andrea Linder (Ganges, Bad News Entertainment).

Oliver Kellers Lieblinge:
> Radiohead
> Pink Floyd
> Blackmail
> The Police / Sting
> Fleetwood Mac




Albumrezension zu "Ok On"

Genre: Pop, Rock, Electronica  |  Label: Eigenvertrieb  |  Unsere Wertung: 8/10

Ok OnStarcellar ist ein Projekt um und mit Multiinstrumentalist Oliver Keller. Das noch labellose Projekt ist stilistisch irgendwo zwischen psychedelischem Pop, Trip-Hop und Indierock einzuordnen. Die herausragende Besonderheit besteht in der unglaublichen Vielseitigkeit der Musik. Neben unzähligen, clever eingesetzten Samples (u.a. aus Kubrick’s 2001 - A Space Odysee oder Lynch’s Twin Peaks), hört man einerseits verträumt-elektronische Balladen, andererseits reissende, gitarrenlastige Rocksongs bzw. –parts sowie griffige, leicht melancholische Popsongs. Die eingeladenen Gastmusiker und verwendeten Instrumente sind von einer kaum überblickbaren Vielzahl, neben den Klassikern Gitarre, Bass und Schlagzeug findet man auch Exoten wie Flügelhorn, Violine, Cello, Harmonium, Banjo, Mundharmonika, Vibraphon und natürlich Synthies auf dem Album. Insgesamt sieben verschiedene Sängerinnen und Sänger leihen ihre durchwegs guten Stimmen einzelnen Songs. Einige denken nun: Na, ist die Sache denn nicht ein bisschen überladen? Doch ich kann ruhigen Gewissens antworten: keinesfalls. Im Gegenteil, die Songs erscheinen federleicht, sie lassen sich ohne Anstrengung konsumieren und entführen gerade wegen der vielseitigen Instrumentierung sowie der omnipresenten Elektronik in wunderschöne Traumlandschaften.

Zurzeit sucht Oliver Keller für sein Projekt Starcellar nach einem Label und arbeitet bereits wieder an neuem Material für ein weiteres Album. „Ok On“ bietet über eine Stunde tolle Musik in feiner Aufmachung und kann beim Online-Shop CeDe oder direkt via Kontaktadresse auf der Starcellar Homepage für lumpige CHF 25.- bestellt werden – hü!

Seit Oktober 2008 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace

Anspieltipps:
> I See Me Naked
> Bitter But Oh So Sweet

Diskographie:
> Ok On (2008)

Ähnliche Künstler:
> Radiohead
> Depeche Mode
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