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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
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Glasgow Mega-Snake

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von Michael Messerli am Samstag, 2. Oktober 2010 in Specials   
GlasgowWoher wir kommen? Das fragt der betrunkene Typ im 13th Note, der zum Teufel nicht verstehen will, was wir in diesem „fucking shithole“ eigentlich machen. Glasgow ein Drecksloch? Mitnichten.

„I praised the Lord for drunken honesty“, singt Craig B im Aereogramme-Song “You’re Always Welcome”. Das trifft es schon besser. Denn schliesslich können wir den Mann doch noch davon überzeugen, dass es uns hier gefällt. Weil hier Bands zuhause sind, die einem mehr ans Herz wachsen, als man Platz in der viel zu engen Brust hat. Mogwai haben den Stein ins Rollen gebracht, mittlerweile strotzt Glasgow nur so vor kreativen, innovativen und begabten Bands. Ein Besuch im Mono reicht aus, um sich restlos davon zu überzeugen. Der freundliche Mann hinter dem Tresen empfiehlt auf Anfrage Platten der tollen Elektro-Postrocker Errors, ein wunderbares Album von Remember Remember, das eine Mischung aus Mogwai und isländischem Postrock bietet, und die nervöse Instrumentalband El Hombre Trajeado, deren Math-Rock selbst für Glasgow „quite obscure“ sei, meint der Kollege. Damit hat er keineswegs unrecht. Ein toller Tipp ist es trotzdem. Schon bekannter sind da die Indiebands Frightened Rabbit und natürlich The Twilight Sad, bei denen der Verkäufer nicht wirklich sagen will, welche Platte er nun am besten findet. Macht nichts. Wir kaufen sie ja dann eh alle. Sie schmeissen einem die CDs ja auch förmlich nach – für zum Teil nur 5 Pounds das Stück.

Die EP „The Twilight Sad Killed My Parents And Hit The Road“ wurde mit Unterstützung von Iain Cook fertiggestellt, dem Gitarristen sowie Soundtüftler von Aereogramme und The Unwinding Hours. Also ein Bandkollege von Craig B, der sich als Koch im Nice’n’Sleazy zusätzliches Geld verdient. Ein Besuch in diesem feinen Szenelokal muss also sein. Am ersten Abend fällt auf, dass sich Kunststudenten gerne hier aufhalten. Leicht erkennbar an Mode und Frisur. Die Haare nicht etwa auf Indie gekämmt, sondern in der Regel am liebsten gar nicht. Keine Stars von CCTV, das auf britischem Boden allgegenwärtig ist und deshalb bereits von Hard-Fi besungen wurde. Eher alternative Bescheidenheit mit einem Schuss Extravaganz. Aber Craig B ist am ersten Abend nicht da. Der kleine Sänger mit Bart und Glatze steht erst am dritten und letzten unserer Besuchstage in der Küche. Ab und zu wirft er einen schüchternen Blick aus der Tür, schäkert mit der hübschen Bedienung und kocht Burger. Für uns. Eigentlich ein seltsames Gefühl: Einer deiner grössten persönlichen Helden steht für dich in der Küche und macht dir einen Sleazy Burger, während du bei der Jukebox „Tightrope“ von The Unwinding Hours auswählst und gemütlich an deinem Foster’s nippst. Eigentlich ein sehr seltsames Gefühl.


Wer sich also genauso mit der Musik aus Glasgow anfreunden möchte, der dürfte mit folgenden Werken vorerst glücklich werden (in alphabetischer Reihenfolge):
► Aereogramme – Sleep and Release (2003)
► El Hombre Trajeado – Shlap (2004)
► Errors – Come Down With Me (2010)
► Frightened Rabbit – The Winter of Mixed Drinks (2010)
► Mogwai – Mr. Beast (2006)
► Remember Remember – Remember Remember (2008)
► The Twilight Sad – Fourteen Autumns & Fifteen Winters (2007)
► The Unwinding Hours – The Unwinding Hours (2010)




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