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Playlist: Kapoolas
Kapoolas





A Place To Bury Strangers

Missing You
Charles Mingus
Goodbye Pork Pie Hat
Jónsi
Tornado
David Bowie
Life on Mars
Massive Attack feat. Damon Albarn
Saturday Come Slow

[Playlist Archiv]

Zukunftsmusik
10.09.10
Junip – Fields
Jimmy Edgar – XXX
Grinderman – Grinderman 2
MF Doom – Exspektoration
Superchunk – Majesty Shredding
Megafaun – Heretofore
Black Mountain – Wilderness Heart
Prince Rama – Shadow Temple
The Vaselines – Sex With an X
Interpol – Interpol
Walkmen – Lisbon
Les Savy Fav – Root for Ruin
Azure Ray - Drawing Down the Moon
Elf Power - Elf Power
Röyksopp – Senior
Blonde Redhead – Penny Sparkle
Lloyd Cole – Broken Record
Of Montreal – False Priests
Edwyn Collins – Losing Sleep
Crocodiles – Sleep Forever
The Moondoggies – Tidelands
Dungen – Skit I Allt
El Guincho – Pop Negro
J. Tillman – Singing Ax
Weezer - Hurley
Silje Nes – Opsticks
Mice Parade – What It Means to Be Left-Handed
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Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 7

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von Redaktion exitmusic.ch am Samstag, 13. Februar 2010 in Specials   
Rückblick auf eine Dekade (Heidi Happy, Alejandro Jiménez, Count Gabba)
Das neue Jahr(zehnt) ist schon in vollem Gange, und das Vergangene noch immer nicht ganz verdaut ... im siebten Teil unserer Rückschau eine Auswahl an Schweizer Musikern über die Musik, die im letzten Jahrzehnt ihr stetiger Begleiter war.

Heidi HappyHeidi Happy

zuerst gefielen mir melodien. dann brauchte ich rhythmus.
ich nahm auseinander, bevor ich kombinationen entdeckte.
dann zählte nur, was stimme hatte. bald waren es texte.
ich mochte wenig, bevorzugte voll. jetzt mag ich viel, doch lieber leer.
eines musste stets einher, das herz, und sei es noch so schwer.





Alejandro JiménezAlejandro Jiménez

Zuviel zu entdecken, zu wenig um sich daran festzuhalten

Wäre ich ein König, wäre es mir wesentlich lieber ein Land in der Form von Australien zu besitzen, als eines wie Indonesien.

Australien ist wie die Musiklandschaft früher war. Doch seit Beginn des Untergangs der Musikindustrie und der Erfindung des Web 2.0 ist sie eher Indonesien, eine Inselgruppe mit unzähligen kleinen Inseln geworden. Ein paar davon sind wirklich sehenswert und wunderschön, andere dafür schrecklich. Aber da seit neustem alle Inseln die gleich teuren und gleich dicken Reiseprospekte zu ihren Ländereien machen, kann man die guten von den schlechten Angeboten kaum mehr unterscheiden. Ein Segen für alle miesen Bands, ein Fluch für die richtig guten.

Gitarre spielen kann ich halt noch nicht so gut, dafür sehe ich schon aus, wie das neue Mitglied von The Mars Volta. Man musiziert nicht, weil man den Wunsch hat Musik zu machen, sich auszudrücken und der Welt etwas zu geben, sondern weil man den Wunsch hat im Mittelpunkt zu stehen und von der Welt möglichst viel zu bekommen. Das hat aber nichts mit künstlerischem Arbeiten, sondern mit Karrieredenken zu tun. Dies war wohl selten anders im Popmusikbusiness und doch selten so ausgeprägt wie in den letzten Jahren.

Bands wie Franz Ferdinand, Mando Diao und The Arctic Monkeys sind unbestritten gut und haben einige unvergessliche Songmonster erschaffen. Leider mag ich die Rockgitarren lieber fett wie ein Brett und kräftig geschrummt, statt so dünn und gezupft und glingelingzingbing. Aber das ist ja total Geschmackssache.

Einige meiner Highlights der letzten Dekade sind sicher Desaparecidos „Read Music/Speak Spanish“  (2002), QOTSA „Songs for the Deaf“ (2003), Hot Hot Heat “Elevator” (2005) und Kings Of Leon “Only By The Night” (2008). Live waren das Sigur Rós im Volkshaus Zürich, And You Will Know Us By The Trail Of Dead in der Roten Fabrik Zürich,  Pétur Ben im kleinen aber feinen Kraftfeld in Winterthur und schliesslich Sophie Hunger letzte Woche an der Midem. Das letztere Konzert gehört zwar bereits zum aktuellen Jahrzehnt, hat aber unbedingte Erwähnung verdient, denn Frau Hunger ist mit nur halber Band noch besser und eindringlicher als sonst schon.

Weitere Helden des Jahrzehnts sind für mich die Bands wie Why?, The Notwist, oder Tegan And Sara, die mir den neuen Sound brachten.

Insgesamt muss ich sagen: Die mich entzückende Musik ist gegangen und es ist noch keine neue gekommen, die ich als ebenbürtige Ersatzdroge hätte verwenden wollen.

Die alten Helden sind ergraut, oder haben sich längst aufgelöst und die jungen Wilden wärmen die Reste auf. Ich war noch nie ein Freund von Resten, auch wenn sie noch so gut kombiniert sind.

Was ich richtig gut finde ist, dass im letzten Jahr Schweizer Bands endlich an Gewicht gewonnen haben. Damit will ich keineswegs sagen, dass Kutti MC oder Sophie Hunger fett geworden wären. Nein, das nicht, aber sie haben musikalisch fett abgedrückt und sich zu Recht Gehör verschafft.



Count GabbaCount Gabba

1. Elvis Costello
"Secret, Profane & Sugarcane", 2009
Lieblingssong: "Crooked Line"

2. KT Tunstall
"KT Tunstall's Acoustic Extravaganza", 2006
Lieblingssong: "Throw Me a Rope"

3. The Nightwatchman
"One Man Revolution", 2003
Lieblingssong: "The Dark Clouds Above"

4. Solal
"The Moonlight Sessions", 2007
Lieblingssong: "Luna's Song"

5. Johnny Cash
"American IV: The Man Comes Around", 2006
Lieblingssong: "I'm So Lonesome I Could Cry"

6. Social Distortion
"Sex, Love And Rock'n'Roll", 2004
Lieblingssong: "Winners and Losers"

7. Lucinda Williams
"West", 2007
Lieblingssong: "Learning How to Live"

8. Bonnie 'Prince' Billy
"Beware", 2009
Lieblingssong: "You Can't Hurt Me Now"
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