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Eno









Christian Mikolasek

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- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
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19.5.
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Von musikalischen und anderen Jugendsünden

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von Ivana Leiseder am Freitag, 31. August 2007 in Specials   
Goodbye, Lady Di
Zu meinem Einstand als neuer alter ::exit.music::-Häuptling gewähre ich der Leserschaft einen Blick auf den allerdüstersten Winkel meiner musikalischen Vergangenheit.

Wer erinnert sich nicht an den 31. August 1997. Oder zumindest an den Moment, erfahren zu haben, dass Diana, narzisstischer Blondschopf oder anbiedernder: Königin der Herzen (gut gemacht, Tony Blair), in einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Meine Drei-Käsehoch-Wenigkeit war gerade mal 11 Jährchen jung, als die bisher grösste Krise meines Lebens – der zum Abgesang erklärten Erklärungsnot der britischen Monarchie in nichts nachstehend - einsetzte. Ich habe geheult wie 10'000 Schlosshunde, als mein Vater frühmorgens die Nachricht überbrachte. Das letzte Märchen unserer Zeit war vorbei, aus der Traum, geplatzt die Seifenblase. Eine ganze Woche lang habe ich geweint ob des Verlusts dieser Retterin aller ArmenSchwachenBehindertenundsoweiter. Natürlich schaute ich mir schliesslich auch – gemeinsam mit der halben Erdbevölkerung – die live auf etwa 124 TV-Sendern übertragene Beerdigung an. Ebenda sah ich Elton John, wie er mit geröteten Äuglein und zitternder Stimme ein eigens für Diana abgeändertes „Candle In The Wind“ trällerte. Von der ersten Sekunde an hatte mich dies’ Lied verhext. „Goodbye England’s Rose / May You Ever Grow In Our Hearts“ – es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Und ich musste es haben. Habenhaben. So machte ich mich stante pede auf, um in die Manor – meinen „CD-Laden“, wie ich’s dazumal schimpfte - zu pilgern und mit meinem bescheidenen Taschengeld eine Kopie der Maxi-vertonten Kerze im Wind zu ergattern. Es war erst meine dritte CD. Mein Herz pöpperlte sodann ordeli, als ich mich in mein Kämmerchen zurückzog, um die Single – damals übrigens groteskerweise wochenlang auf Platz 1 der Schweizer Hitparade - in voller Lautstärke abzuspielen. Wie in Trance – und dies mit, ich wiederhole, einer 11 auf dem Rücken - drückte ich an diesem Tag ungefähr 10 Mal auf die Repeat-Taste. Und weinte und weinte und weinte. (Nein, ich weiss auch nicht, warum.) Meine Eltern dachten – oder hofften vielmehr -, dieses obsessive Verhalten verschwände bestimmt wieder, sobald ich nicht mehr so traurig sei, sobald die Hysterie endlich über die Lande hinweggefegt sei. Sobald das Wochenende wieder vorüber sein würde, würde alles schon wieder in Ordnung sein mit Klein-Ivana. Falsch gedacht. Vom 6. September 1997 an habe ich „Candle In The Wind“ unglaubliche 11 Monate gehört. Zwar habe ich schon sehr bald nicht mehr dabei geweint, aber mir trotzdem jeden Tag nur noch „Candle In The Wind“ einverleibt. Wenn’s gut kam, pro Tag 2 Mal und im schlimmsten Fall 5 oder gar 6 Mal. Immer und immer wieder. Ich habe dieses Lied in den Jahren 1997 und 98 bestimmt 1000 Mal gehört. Irgendwann nach knapp einem Jahr war abrupt Schluss. Nur der Chef im Himmel weiss, was mich damals erlöst hat. Seither habe ich den Song nicht mehr gehört. Jetzt, 10 Jahre später, werde ich es mir wieder antun. Ich werde das Lied zum Gedenken an diese Zeit anhören. Und lachen. Und ein wenig weinen. Und ganz viel lachen ob des, wie ich glaube, Ursprungs meiner Musikbesessenheit. Und ich werde beten, dass es bei diesem einen Mal bleiben wird. Wünscht mir Glück.

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