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Eno









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Worte über U2 und an Bono – „Stranger in a Strange Land“

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von Der Nörgler am Montag, 1. August 2005 in Specials   

War bei U2. Wie ’s war? Cool. Irgendwie.
Man bezahlte unverschämte, skandalös hohe Preise, einige wenige sahen Bono wirklich, man hörte einen U2-Karriere-Rückblick, wurde überwältigt von den Erinnerungen an die Achtziger, sehnte sich in die Jugend zurück und ging nach Hause. Man war es zufrieden.
Zunächst das Wichtigste: Man hat – nicht „The First Time“ – die vier irischen Rockdinosaurier gesehen – zumindest auf den gigantischen, eben zum Behufe des Sehens eingerichteten Leinwänden. Gekommen ist man resp. insbesondere Frau allerdings zur Hauptsache seinetwegen: ER, seine Heiligkeit, die erlauchte Highness, BONO VOX himself – ist der Künstlername eher anmassend oder schlicht einfallslos? – hat sich die Ehre gegeben, uns, den cooleren Teil Musik hörender Twenties plus (einige waren über „40“), zu unterhalten. Auf der Bühne musizierten vier Millionäre für die gehobene Mittelschicht, teils Oberschicht, mächtig professionell. Die lust’gen Musikanten gaben Bonsai-Männchen ab vor den megalomanen Bühnentechnikfinessen – cool. Das Publikum fühlte sich keineswegs „Bad“ und schunkelte sehr cool im Takt, stets darauf bedacht, dass die Sonnenbrille – sehr cool – nicht verrutscht. Hierin tat man es dem Idol gleich: Trotz des Regens und einbrechender Dunkelheit trug der schliesslich ebenfalls eine Sonnenbrille – auch sehr cool.
Es war ein „Beautiful day“, und zwar ebenso wenig im „October“ wie on the „4th of July“, sondern im wunderbaren, mit Verlaub: saumässig coolen, Zürich. (’s sei dem Schreibenden verziehen, aber „New York“ wär’ noch cooler gewesen …)
Meine Güte, haben die losgerockt! „Discotheque“ pur! Es war beigeisternd, manchmal, wie die Herren im besten Alter loslegten. Nun ja, bewegt hat sich vor allem der Leadsänger. Seine drei Kombattanten beschränkten sich darauf, Ihren Instrumenten die richtigen Töne zu entlocken. Besonders Larry Mullen Jr., für Outsider: der Drummer, verzog keine Miene – cool war das. Die beiden anderen U2ler, der Saitenzupfer-Gilde Mitglieder, lachten fröhlich – das war bei denen auch cool.
Das Obercoole war zweifelsfrei, dass einem gleich noch ins Gewissen geredet wurde – vom coolen Bono, dem „God Part II“. Wegen der Dritten Welt, der Armut, Aids und so. Das war a bissl lau, man hat schon einen politischeren Bono erlebt, „Sunday Bloody Sunday“, „Live Aid 1 und 2“ und so.

Tja, kämpfen für die bessere Welt macht auch Schlossbesitzer müde, gelt, Bono? ’s ist sicherlich nicht einfach, in der High Society, bei den Schönen und Reichen, bei den Wirtschafts- und Politikpotentaten als „The Refugee“ Goodwill sammeln zu müssen, gelt, Bono? Aber Sie, Bono, haben das „Unforgettable Fire“ und sind sich zurecht der Verehrung des kritisch denkenden, selbstredend „Fair Trade“ konsumierenden Publikums gewiss – „All I Want Is You“. Für Ihre Fans, Bono, ist jedes Konzert „A Sort Of Homecoming“. Leider konnten nicht alle U2-Willigen kommen, lieber Bono, aber die Ticket-Preise war daran sicher nicht Schuld. Es gilt: „Love Is Blindness“. Wenn U2 ins Land der Banken kommen, dann gilt: „I Will Follow“, egal, wie viel es kostet. Nichtsdestotrotz, lieber Bono, gedenken Sie dessen: In anderen europäischen Ländern wär’s nicht schlecht, „Please“, sich diesbezüglich etwas moderater zu zeigen. „Silver And Gold“, lieber Bono, haben auch in Ihrem „Zooropa“ längst nicht alle. Wär’ dieser Aspekt nicht des kurzen Nachdenkens wert in der Limousine oder in der exklusiven Hotelsuite? Aber Sie haben natürlich ganz andere Probleme, wie man liest. Toll, wie Sie es Ihrer ehemaligen Angestellten gezeigt haben. Kann doch jeder kommen und aus Ihren alten Kleidungsstücken Profit ziehen. Des Verfassers Vorschlag: Für derartige Reliquien ist ein Obulus an den Vatikan zu entrichten, der das Geld direkt den Armen in, hmh, Afrika, Asien oder Rumänien überweist – „In The Name Of Love“. Man wusste es immer, lieber Bono, „If God Will Send His Angels“, dann Sie. „Gloria“!

P.S.
Der Schreibende, lieber Bono, hat alle U2-Werke. Die weniger guten („Rattle And Hum“) und die sehr guten („The Unforgettable Fire“). Die Frage ist nunmehr: „Is That All?“


» 1 Kommentar
1Kommentar
am Samstag, 3. April 2010 00:03von ich
hm...sollte das jetzt beeindrucken???Die Mühe hättest du dir sparen können...hat null Wirkung...wenn du U2 ablegen willst, dann tu` das doch. Aber hör auf, bono zu be - und verurteilen für das, was er tut - oder nicht tut.... 
Es gibt ne Menge Promi`s, über die man sich uskotzen könnte - aber Bono gehört mit SICHERHEIT NICHT dazu, ok????? 
Und ich denke, auf "Fans", wie du es einer sein willst, kann U2 verzichten - und ich als wirklicher Fan auch...! Du machst dich lustig...kannst du gern tun...aber verschenke all dein Platten...oder mach noch Kohle damit...aber BITTE wechlse in eine andere Sparte...
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