elysian - From Here Till Now (2003) (Green L.F. ANT/Watermelon) |
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| von Severin Bellwald am Samstag, 2. Juli 2005 in ältere Schmuckstücke | |
![]() Vanillo Ninjo Die belgische Formation elysian gehört zu jenen Bands, denen man mehr als deutlich anhört, dass Englisch nicht ihre Muttersprache ist. In diesem Fall nicht mal die Sprache der Mutter ihrer angeheirateten Tante. Bereits ein Blick auf die Trackliste (komplizierter als „If I could see your face“ wird’s nicht) macht klar, dass die vorliegende Scheibe bestimmt nicht durch ihre Lyrics bestechen wird. Aber wer so gross wie Coldplay oder Radiohead (mit denen sie sich vergleichen) sein will, muss es scheinbar in dieser Sprache tun. Musikalisch erwecken die vier Jungs dann mit ihrem Intro aber durchaus Interesse. Drums und eine krächzende E-Gitarre direkt aus der Jam-Session beleben die Hoffnung, dass es im nächsten Moment richtig zur Sache geht und man anständig zugedröhnt wird. Im ersten Moment wird der Opener Lie To Me dieser Hoffnung auch gerecht. Leider nur bis Leadsänger Didier Colsoul seine dünne Stimme erhebt. Macht nichts, wenige Sekunden später gewinnt sie doch ein bisschen Volumen und es rockt annehmbar dahin. Am Ende ist man nicht ganz sicher, was man weiterhin zu erwarten hat. Der erste Song ging zwar ordentlich vorwärts, jedoch in gerader Linie ohne Kurven und Steigung. Noch besteht Hoffnung. Unglücklicherweise verschwindet diese mit dem langweiligen Another Daydream („don`t get it wrong, it`s not what I said, it`s something else“ aha…). Die nächsten drei Songs sind dann wieder besser, unterscheiden sich aber kaum von Lie To Me. Mit The One folgt der Höhepunkt des Albums, ist aber eher primus inter pares nach dem bekannten Muster: Gitarre und Drums bauen mehr oder weniger Spannung auf, Colsouls Stimme spannt ihre Schwingen auf und segelt zurück ins Tal, wo Gitarre und Drums sie wiederum abholen. So geht das noch fünf Tracks weiter, die teilweise schüchterne Miniexperimente bereithalten (war das ein gedoptes Quitschentchen??). Immerhin ist zu erwähnen, dass manche Songs besonders zu Beginn kurz davor sind, einen eigenen Charakter zu schaffen, doch knapp vor dem Ziel wird dann ein sauberer U-Turn zu bravem Pop gezogen. Genau diese Momente lassen aber hoffen, dass elysian sich erforschen und dabei ihren eigenen Stil entdecken werden. Bis zur nächsten Scheibe. Seit Januar 2003 im Handel. Anspieltipps: The One, Lie To Me similar artists: Reamonn, Posh > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Die Gründer der Band, David Lefevre (Gitarre) und Didier Colsoul (Gesang, Gitarre), trafen bereits 1995 als – wie sie selbst es ausdrücken – musikalische Anfänger zusammen. Nach wenigen gemeinsamen Proben machten sie sich ans Schreiben ihrer eigenen Songs und es entstanden ernsthafte Ambitionen auf eine Musikkarriere. Später schlossen sich ihnen Pascal Smets (Gitarre) und Roel Van Espen (Bass, Schlagzeug) an, welche die heutige Besetzung von elysian komplettierten. Nach zahlreichen Auftritten an Festivals und in Konzerthallen in Belgien erhielten sie einen Plattenvertrag bei Green L.F.ANT, aus dem ihr erstes und bisher einziges Album hervorging. Diskographie: > From Here Till Now (2003)
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