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Eno









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Kate Havnevik - Melankton

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von Melanie Pichler am Freitag, 11. März 2011 in ältere Schmuckstücke   

Genre: Electronic, Pop  |  Label: Continentica/Universal 

MelanktonRetro- und Prospektive
Kein entweder oder. Kate gelingt etwas Seltenes: Die gesunde Vermischung orchestraler Sequenzen mit elektronischen Klängen. Und das im Trip-Hop-Format.

Das Album eröffnet mit seinem berühmtesten Song: "Unlike Me". Eine durchschnittliche Vorahnung, was einem noch begegnen wird: Nämlich pulsierende Songs mit vielschichtigen Elementen, starken Melodien, eingeleitet durch Piano- oder Violinsoli, die oft auch rhythmisch agieren. Aus diesem Strang eröffnet sich nach und nach ein Klangteppich. Dazwischen mischen sich auch immer wieder elektronische Ryhthmen und Sphären. Mit dieser Formel ist Kate nah an der Filmmusik und beim Klang-Geschichtenerzählen. Den einen oder anderen Song kennt man leider auch schon durch die TV Soap “Greys Anatomy”, für die Kate auch einige Lieder  geschrieben und eingespielt hat.

Auch wenn dies alles romantisch und harmonisch klingt: An Spannung fehlt es in den Liedern nicht. Mit Dissonanzen, Brüchen, Drive, Bass und einer neuen Liedaufgleisung im letzten Teil des Stücks, wird man immer wieder aufgefrischt. Bei “You Again” spürt man gleich zu Beginn die Kraft Kates warmer und doch filigraner Stimme. Der Wechsel zwischen Rhythmus und Wellenbewegungen durch Violinen schaukelt sich immer weiter hoch. Wie wenn man auf einem drehenden Karussell unter einem Baum liegt und Herbstblätter auf sich hinunter rieseln lässt.

Wenn es einem trotz der ersten Frühlingstage kalt ist, schafft “Nowhere Warm” Abhilfe. Ein feines Lied, das einen zum hinlegen, Augen schliessen, zuhören und abtauchen einlädt. Dann, langsam, beginnt sich die Kraft des Songs auf einen selber zu übertragen und zusammen wird man stärker. Die Orchester-Elektronik-Mischung kommen beim Song “New Day” am klarsten durch. Bei Minute 7:42 muss man beim ersten Hören etwas Geduld haben und nicht vorspulen, aber man wird belohnt.

Alles in allem also ein sanftes, abwechslungsreiches, einzigartiges Album mit Drive, für Liebhaber von Stilexperimenten, Melodien und satter, vielschichtiger Musik.

Apropos Prospektive:
Hier kann man Kate ein Pfand abgeben, damit sie ihr neues Album aufnehmen kann.

Seit  27. März 2007 im Handel

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label

Anspieltipps:
> New Day
> Serpentine
> Not Fair
> Nowhere Warm

Diskographie:
> Melankton (2006)
> tba (2011)

Ähnliche Künstler:

> Imogen Heap
> Jem
> Frou Frou
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