News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Matt Elliott - The Mess We Made

Drucken E-Mail
von Ivana Leiseder am Dienstag, 1. Februar 2005 in ältere Schmuckstücke   

Label: Domino (Musikvertrieb)

Matt Elliott - The Mess We MadVerstörender Geniestreich am Rande des Wahnsinns
"The Mess We Made" ist Matt Elliotts erstes Album unter seinem richtigen Namen anstelle des Pseudonyms Third Eye Foundation. Mit dem Wechsel des Namens bricht Matt Elliott zu neuen musikalischen Ufern auf und bietet auf dem Album die verstörendsten Klagelieder, die man sich vorstellen kann. Wo ist der Lichtschalter?

Es gibt Menschen, die zu Recht behaupten, Matt Elliotts jüngster Silberling beinhalte schizophrene Musik, Musik, deren Hörerlebnis Geisteskranken zustünde. Tatsächlich scheint sie für den traurigen Moment geschaffen zu sein, wenn alles bereits zum Scheitern verurteilt wurde, wenn die letzte Hoffnung das Zeitliche bereits gesegnet hat.
Schon im Opener, "Let Us Break", gibt Matt Elliott mit den Einstiegsworten den düster-pessimistischen Grundton des ganzen Albums an: "Before this shit there was shit and before that shit there was shit." Er singt, ja flüstert heisrig vor sich hin und legt Wortfetzen vielschichtig aufeinander, die beinahe um die Wette zu jammern scheinen. Untermalt werden die apokalyptischen Botschaften von minimalistisch anmutenden, in betrunkener Manier johlenden Instrumenten. Ein klagendes Piano, ein zerfetztes, sich in Klänge verlierendes Gitarrenspiel, Bläser und Hörner, die die Hiobsbotschaft aus der Ferne mitzuteilen scheinen und ein Glockenspiel bilden den grundlegenden Klangteppich. Die Instrumentierung ist äusserst vielfältig und experimentell und doch stets sanft im Hintergrund gehalten. Nur in seltenen Augenblicken verfällt Matt Elliott wieder in seine Third Eye Foundation-Zeiten und mischt der ganzen Klage abgefahrene Drill'n'Bass-Beats bei, was die Musik für wenige Sekunden in andere Sphären abheben lässt, um sie dann mahnend wieder in die Hölle zurückzuholen.
Bei Track Nr. 6, "The Sinking Ship Song", ist der Höhepunkt der Tragödie erreicht, wenn Matt Elliott uns das Knarren eines sinkenden Schiffes vorhält, dessen Matrosen sich betrinken, um dem Schmerz des Versagens zu entkommen. Der letzte Track schliesst mit einer spanischen Gitarrenmelodie, die aber gewiss nicht der Soundtrack eines Scheiterns ist, sondern den himmlischen Triumph des Matt Elliott zelebriert.
"The Mess We Made" ist kein Album für sanfte Gemüter und benötigt Geduld für ein mehrmaliges Hören. Wer dazu bereit ist, entdeckt mit jedem Hören neue Kuriositäten und Verzwicktheiten (z.B. dass in Track Nummer fünf, "Cotard's Syndrome", die Basismelodie für den darauffolgenden Song bereits entwickelt wird). Man wird zudem unweigerlich in Matt Elliotts Welt katapultiert - mit der Gewissheit, nicht wieder zurückkehren zu können. Am Ende des Hörerlebnisses bleibt einem nämlich nichts anderes übrig, als sich einen Weg durchs Dunkel zu bahnen und wie in Katatonie verfallen die Repeat-Taste zu drücken.


Seit 21. April 2003 im Handel.

Anspieltipps: The Mess We Made, The Sinking Ship Song
similar artists: Third Eye Foundation

⇒ Hören und Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb

Bio:
Matt Elliott wurde 1974 in Bath, England geboren und war zu Beginn seines musikalischen Schaffens Mitglied von Flying Saucer Attack und zudem Programmierer, Schlagzeuger und Viola-Spieler auf vielen früheren Alben von AMP, bevor er dann 1996 unter dem Pseudonym Third Eye Foundation sein Debütalbum "Semtex" herausgab. Erst mit dem zweiten Album, "Ghost", erlangte Matt Elliott die gewünschte Aufmerksamkeit der Kritiker und begleitete Hood auf ihrer Tour durch Grossbritannien und Belgien. Es folgten noch mehrere Alben, auf denen sich Matt Elliott sukzessive vom Drum'n'Bass und Jungle abwendet und ruhigere Musik zutage legt. Das neuste Album, das im Februar 2005 veröffentlich wird, soll sogar Singer/Songwriter-Qualitäten besitzen. Matt Elliott lebt heute in Frankreich.

Matt Elliott - The Mess We Made
Diskographie:
⇒ Semtex (1996)
⇒ Ghost (1997)
⇒ You Guys Kill Me (1998)
⇒ Little Lost Soul (2000)
⇒ I Poo Poo On Your Juju (2001)
⇒ The Mess We Made (2003)


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >