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The Weakerthans - Reconstruction Site

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von Michael Messerli am Samstag, 20. Dezember 2008 in ältere Schmuckstücke   

Genre: Indie, Punk  |  Label: Burning Heart Records

The Weakerthans - Reconstruction SiteFür alles einen neuen Namen
Thees Uhlmann sang einst: "Vielen Dank für die weissen Lilien und das gute Buch.“ Sollte diese Zeile nicht den Weakerthans gelten, so ist es aber sicher eine unbewusste Widmung. Wieso? Man muss halt schon genauer hinhören.

“Here’s a marker/ Here’s my naked skin/ Our exhibit A/ Put a small x/ Where I lost my way.“ Wenn man nicht weiss, wohin mit seinen Gedanken, bringt man sie am besten zu den Weakerthans. John K. Samson denkt sie für dich weiter – oder dann denkt er sie für dich zu Ende. Nur selten haben Texte ein so einnehmendes Wesen, wie diejenigen des Sängers aus Winnipeg. Und immer dann, wenn die Bezeichnung Indierock Langeweile verspricht, vor allem wenn man auch noch die Zusatzbezeichnung Punk anhängt, dann gilt dies ganz bestimmt nicht für diese Band. Es sind ja nicht nur diese aussergewöhnlichen Texte, welche „Reconstruction Site“ so auszeichnen, es sind auch die ausgefuchsten Details in den Arrangements, wie z.B. die sich perfekt ergänzenden Gitarren im wundervollen „Time’s Arrow“ oder das in sich selber aufgehende „The Prescience of Dawn“.

“Buy me a shiny new machine/ That runs on lies and gasoline/ And all those batteries we stole from smoke-alarms/ And disassembles my despair/ It never took me anywhere.“ John K. Samson hat eine seltene Beobachtungsgabe und weiss sie auch richtig aufs Papier zu bringen. Seine Erzählungen zeigen nie mit dem Finger auf Leute, nehmen sich nie mit platten Feststellungen selber den Wind aus den Segeln. Es mag schwierig sein, ein Weakerthans-Album als das Beste zu bezeichnen. Das ist aber schliesslich auch gar nicht so wichtig bei einer Band, die sich offensichtlich noch die Mühe macht, ein in sich geschlossenes Werk entstehen zu lassen. „Reconstruction Site“ ist kein Album voller Hits, sondern es ist ein präzis und fein gesponnener Faden, an dem lauter ausgefeilte Momentaufnahmen hängen. Die Atmosphäre, welche die vier Kanadier für ihre Musik gewählt haben, ist direkt und geradlinig. Einzig Samsons Worte schlagen Haken und führen einen über Umwegen zur Genesung. Und die, soviel ist klar, führt im besten Falle zu einem neuen Lebensgefühl. Und vielleicht zu „a new name for everything.“

Seit 2003 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label
The Weakerthans
Anspieltipps:
> Time’s Arrow
> Benediction
> The Prescience of Dawn

Diskographie:
> Fallow (1997)
> Left and Leaving (2000)
> Reconstruction Site (2003)
> Reunion Tour (2007)

Ähnliche Künstler:
> Tomte
> Death Cab For Cutie
> Nada Surf
> Attack in Black
> Jets to Brazil
> The Get Up Kids
> The Decemberists

» 2 Kommentare
1"And these memories lick.."
am Samstag, 20. Dezember 2008 03:49von Marcel
...my ear! Merci, herrliches Album. Damals rauf und runter gehört, muss ich gleich wieder mal aus dem Regal kramen. Und Thees, hehe. Als die kanadische Band ihre traurigen Lieder sang... ;)
2Kommentar
am Mittwoch, 31. Dezember 2008 04:23von Leisi
Natürlich sollte hier das grossartige Coverartwork des noch grossartigeren Marcel Dzama nicht unerwähnt bleiben. Scheint sich ja inzwischen recht beliebt gemacht zu haben bei Musikern, der Marcel.
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