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Darren Hanlon - Hello Stranger

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von Peter Gisler am Montag, 8. Juni 2009 in Auch das noch   

Genre: Singer/Songwriter  |  Label: Candle Records  |  Unsere Wertung: 8.0/10

hellostranger.jpgAnother little wonder from down under
Meine erste Assoziation mit Australien gehört dem Känguru. Klar, an dem niedlich hüpfenden Beuteltier kommt niemand so schnell vorbei. Doch dicht dahinter steht eine grosse Anzahl hervorragender Musiker/innen.

Im Jahr 2000 veröffentlichte Darren Hanlon seine erste EP mit dem passenden Namen „Early Days“. Zuvor spielte er bei verschiedenen australischen Bands Gitarre und Keyboard, unter anderem bei The Lucksmiths. Sein erstes Album „Hello Stranger“ folgte dann 2002: Ein schönes Werk, das mit haufenweise tollen Melodien durchflutet ist und ich nun mit viel Freude in meinem Beutel…ähm, in meinen Händen halte.

Darren Hanlon scheint ein sympathischer, bescheidener Zeitgenosse zu sein, der ein bisschen aussieht wie der nette Junge von nebenan. Seine Songs und der witzige Videoclip zu „Happiness Is a Chemical“ bestätigen dieses Gefühl eindrücklich, sowie folgende Aussage, die ich auf seiner Homepage gefunden habe: „I find buying note books more inspiring than writing in them. They're just so perfect and pure, like a blank canvas or unflavoured tofu. I don't want to ruin it by writing in them.“ Wobei ich mich als alter Tierfreund natürlich zwangsläufig frage, wie man „unflavoured tofu“ noch mehr ruinieren kann…?

Wo immer er auch seine Texte zu „Hello Stranger“ hin gekritzelt hat, er hat dabei nichts ruiniert. Die zehn Songs auf seinem ersten Album sind allesamt kleine Pop-Perlen, wobei „Punk’s Not Dead“ jetzt schon einer meiner absoluten Lieblingssongs ist: Ein Song, der richtig viel Freude macht und zu dem man gut durchs Zimmer hüpfen und tanzen kann. Und spätestens bei der Ballade „The Last Night of Not Knowing You“ kriegt man wieder Zeit zum Verschnaufen. Ein traumhaft schöner Schlusspunkt und der perfekte Soundtrack für die Minuten vor dem Einschlafen.

Auf „Hello Stranger“ versammeln sich auch viele Gastmusiker, unter anderem Frida Eklund, die stimmlich vor allem im Song „Cast of Thousands“ zu hören ist. Die meisten Instrumente spielt Darren Hanlon jedoch gleich selbst, so auch das wunderschöne Banjo in „Cheat the Future“. Man braucht aber nicht jeden Song auf die Waagschale zu legen, um sagen zu können, dass dieses Album extrem schnell ins Ohr geht und sich dort auch nachhaltig festsetzt. Darren Hanlon überzeugt durch ein feines Gespür für wunderschöne Melodien und seinem subtilen Songwriting. Von den beiden Platten „Little Chills“ (2004) und dem neusten Werk „Fingertips and Mountaintops“ (2006) kenne ich bislang nur einzelne Songs, so dass diese beiden Platten auf meiner Wunschliste ganz oben stehen.

Auch live hat Darren Hanlon schon einige Erfahrungen gesammelt. Schon früh in seiner Karriere tourte er durch Europa und die USA. 2005 gehörte er zum Live Line-up von Ladybug Transistor und war gemeinsam mit The Magnetic Fields in Australien und den USA auf Tour. Hoffentlich wird er sich bald wieder den Weg durch ganz Europa ebnen. Mit inzwischen drei veröffentlichten Alben hat er bestimmt genug Argumente im Gepäck, um nicht nur immer den Support-Act zu mimen. In Anlehnung an seine tierischen Aussie-Kollegen könnte man sagen, dass er längst aus dem  Beutel geschlüpft ist und sich sogar schon in den australischen Independent Charts positioniert hat.

Darren Hanlon ist also nur ein vermeintlich kleiner Fisch in diesem Schwarm Australischer Interpreten, deren Musik oft erst mit einigen Jahren Verspätung den Weg in die europäischen Gehörgänge findet. Dafür heisst man sie dann umso herzlicher willkommen, schliesst sie ins Herz, und lässt sie nicht mehr los. In diesem Sinne: „Hello Stranger“!

 Seit März 2002 im Handel.

> Offizielle Webseite > MySpace
darrenhanlon.jpg
Anspieltipps:
> He Misses You Too, You Know
> Punk’s Not Dead
> The Last Night of Not Knowing You

Diskographie:

> Hello Stranger (2002)
> Little Chills (2004)
> Fingertips and Mountaintops (2006)
  
Ähnliche Künstler:

> Bob Evans
> Evan Dando
> Augie March
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