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Abe Vigoda - Skeleton

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von Robert Best am Donnerstag, 25. September 2008 in Neuerscheinungen   

Genre: Tropical Punk Rock  |  Label: Bella Union (Irascible)  |  Unsere Wertung: 3.5/10

Abe Vigoda - SkeletonsHarmoniesubversionen
Vier Freunde um die Zwanzig aus Kalifornien, die aussehen wie Halbschwestern der Bloodhound Gang und zusammen Musik machen: Sympathischer, soviel sei zugestanden, geht’s kaum.

Und auch das polyphone Rockgemisch auf Abe Vigodas neuem, bereits dritten Longplayer „Skeleton“ tut alles, um diesen Eindruck zu befestigen. Da schlägt der Drummer Rattlesnake-Rhythmen, die Gitarren flattern wie Girlanden in luftiger Höh’, und der Sänger oszilliert zwischen delirierendem Geschrei und dezidierter Punk-Parole. Heraus kommen aber durchweg Songs, die man auf Platte eigentlich nicht gebrauchen kann. Das ist Musik, die einen live womöglich nach der ersten Minute vom Hocker reißt und das auf der Platte auch produktionstechnisch andeuten möchte. Doch für Küche oder Walkman taugt „Skeleton“ wenig, zu zerfahren sind die Harmonien, zu unausgereift die Dramaturgie des ganzen Albums.
Man merkt, dass Abe Vigoda wahlweise nach neuer World-Music-Seligkeit à la Vampire Weekend oder nach feedbackbegeistertem Hymnenpunk wie von den Thermals klingen könnten. Kaum gelingt ihnen ein einprägsamer Moment, wird er wieder von Soundkaskaden zerfasert, die man wahnwitziger und intensiver aber auch von anderen Adressen her kennt.
Das mag Konzept sein, Subversion der Harmonielehre oder der schwülstig geratene Versuch einer tropischen Neujustierung von Punk. Oder aber das Frühwerk einer Band, die, um wirklich Bleibendes zu leisten, noch wesentlich unsympathischer werden müsste.

Seit  19. September 2008 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Abe Vigoda
Anspieltipps:
> Gates
> Bear Face

Diskographie:

> Sky Route / Star Roof (2006)
> Kid City (2007)

Ähnliche Künstler:

> Vampire Weekend
> Animal Collective
> The Rapture
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