Wie bereits letzten Monat angekündet, steht der November
ganz im Zeichen der Alben von Kanye West und Nicki Minaj. Und der
Schweiz geht gegen Ende Jahr die Luft aus.
Nicki Minaj wurde schon zum Superstar
und Hitparadendauergast, bevor sie überhaupt ein Album draussen hatte.
Das nun erschienene „Pink Friday“ ist zwar massentauglich glattgebügelt,
gibt in den besseren Momenten aber durchaus eine Erklärung ab, wieso
ein solcher Hype um die junge New Yorkerin herrscht.
Schliesslich
gelingt
es auch nicht jeder auf dem Debüt Eminem, Drake, Rihanna, Will.I.Am
(Black Eyed Peas), Natasha Bedingfield und Kanye West zu begrüssen.
Ebendieser Kanye West holt sich mit
seinem fünften Longplayer „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“
momentan Bestnoten ab (die Ausnahme ist Kollege Imbach). Selbst die
sonst eher HipHop-kritische Rolling Stone gab dem egozentrischen Rapper
und Produzenten die Höchstwertung. Zurecht, gelingt ihm doch die
schwierige
Gratwanderung zwischen musikalisch spannend sowie anspruchsvoll und
gleichzeitig massentauglich. Nicht verpassen sollte man die 13 Tracks
die Kanye unter dem Namen „Good Friday“ wöchentlich kostenlos ins
Netz stellte. Diese perfekte Ergänzung der Playlist findet man unter http://kanyewest.com/#good_fridays.
Neben diesen beiden Releases ging
Kanye’s
Protegé Kid Cudi beinahe ein wenig unter. Dessen „Man on the Moon
II: The Legend of Mr. Rager“ erschien ebenfalls kürzlich.
Fernab der Charts, aber deswegen nicht
weniger spannend ist der neue Streich von Zion I „Atomic Clock“,
der die Musikalität des Duos aus Kaliforniern unterstreicht.
Alle Beatnerds sollten sich auf keinen
Fall das Gemeinschaftswerk von The Alchemist und Oh No, gemeinsam
Gangrene,
entgehen lassen. „Gutter Water“ vereint bekiffte Raps und
knochentrockene
Beats.
Ein Produzent, den man ebenfalls nicht
verpassen sollte, ist Detroit’s Apollo Brown. Nachdem er dieses Jahr
bereits sein Produceralbum „The Reset“ und eine Scheibe mit
Rapperin Boog Brown (Brown Study) releast hat, formierte er sich mit
Journalist 103 und DJ Soko zu The Left. Das entstandene Album „Gas
Mask“ ist eine wahre Untergrundperle.
Wer ein Faible für guten Untergrundrap
hat, dem sei auch das zweite Album „The Update“ des deutschen
Producerduos JR & PH7 ans Herz gelegt. Darauf gibt sich die
US-Untergrundelite
die Klinke in die Hand.
Zum Abschluss noch zwei Free Downloads:
Letzten Monat erst hatten Termanology und Statik Selektah ihr
Gemeinschaftswerk
„1982“ veröffentlich, nun beschenken sie ihre Fans mit einer kostenlosen
EP (http://www.sendspace.com/file/ff120b).
Einer der ganz Grossen im 2011 könnte
J. Cole werden, der von Jay-Z als Erster bei dessen neuem Label Roc
Nation unter Vertrag genommen wurde. Wieso dem so ist, kann auf dem
kostenlosen Mixtape „Friday Night Lights“ nachgehört werden (http://release.sonymusic.com/media/release/6d720de94c0aff3012a7?catalog=catalog_51)
Swiss Beats
Nachdem in den letzten Wochen und Monaten mit den Alben von Baze, Tinguely und Tommy Vercetti oder der Rückkehr von TAFS so einiges los war, scheint gegen Jahresende ein wenig die Luft draussen zu sein.
Immerhin stehen aus Graubünden noch zwei Releases an. Dachs veröffentlicht mit „Dr Buab vom 2. Stock“ sein neues Album und El Padre releast unter Mithilfe der Top-Produzenten Shuko und Sad die EP „Dr Bär isch zrugg“.
Eigentlich gehört „The Message Is the Media“, das erste Album von Orlando Menthol, nicht in eine Rap-Rubrik. Doch da sich hinter diesem Namen Rapper und Moderator Knackeboul versteckt, sei doch auf dieses spannende Album hingewiesen.
Beim Ultimate MC Battle, quasi die Schweizermeisterschaft der Freestyler, konnte sich der Berner Lo zum dritten Mal in Folge den Titel holen.
Zum Abschluss noch ein kostenloser Download aus Zug. Die Jungs des Labels Yaheard haben das Mixtape „Markiert“ zum Runterladen bereitgestellt: www.yaheard.ch
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