Admiral James T. – I see the pirates yellin' at their foes |
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| von Tobias Imbach am Dienstag, 12. August 2008 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Alternativer Pop/Rock | Label: LeechRedda (Dala) | Unsere Wertung: 7.0/10
Die Ära des Ein-Mann-Band-Unternehmens Admiral James T. geht
ihrem Ende entgegen. Bevor das nächste Album mit seiner Live-Band
eingespielt wird, veröffentlicht der Winterthurer aber noch mal ein
Album, das er im Alleingang aufgenommen hat.
Endlich kann Admiral James T. auf eine Gruppe von Befehligten runtersehen, ein ebenfalls noch dieses Jahr erscheinendes Album wird davon zeugen. Bevor es soweit ist, gilt es sich aber dem jüngsten Output des Winterthurers zu widmen. "I see the pirates yellin' at their foes" unterstreicht ein erneutes Mal den Ausnahmestatus von David Langhard, wie der Möchtegern-Kirk mit bürgerlichem Namen heisst. Die Musik des Ostschweizers ist mit Zitaten aus der reichhaltigen Popgeschichte der 60er- und frühen 70er-Jahre gespickt. Als besonders gelungenes Beispiel soll “55 women“ herhalten: die ersten Takte lassen eine aufgestellte Country-Rock-Nummer im Geiste der genialen Byrds erwarten, bereits in der Strophe zitiert Admiral James T. aber in charmanter Manier Ringo Starrs grössten Streich: “I'd like to be under the sea ...“ - eine gewinnende Hommage an den erklärten Lieblingsbeatle des Winterthurers. Weiter ermöglicht das fleissige Zitieren auch eine beachtliche stilistische Vielfalt, immer wieder finden Elemente aus der amerikanischen Folkmusik, Reggae und R&B ihren Weg in den gitarrenlastigen Sound des Multiinstrumentalisten, der bereits seit 1994 regelmässig Alben veröffentlicht. Auch im Gesang beweist Admiral James T. eine beachtliche Wandelbarkeit: Im schnulzigen “Never“ etwa erinnert er in der Strophe an den King of Rock'n'Roll, im Refrain scheint er plötzlich, aber gelungen, Morrissey nachzuahmen. Alles wild zusammengeklaut, nur die Beute eines dreisten Raubzugs also? Nicht ganz. Zum einen beweist der Winterthurer beim Grossteil seiner Songs doch genügend Eigenständigkeit, zum anderen macht die originelle und geschickte Weise der Einverleibung deutlich erkennbarer Inspirationen viele Songs so reizvoll. Der Umstand, dass Langhard eine Vielzahl von Instrumenten selbst einspielt, macht das Dargebotene noch faszinierender. Einige eher dürftige Nummern haben sich zwar auch bei diesem Album eingefunden, aber wer wieder mal einen Tauchgang in den Schweizerischen Popgewässern wagen möchte, kommt am Admiral und seinen Piraten kaum vorbei. Seit 08. August 2008 im Handel. Anspieltipps: 55 women, Called by another Trackliste: 1) I'm a mole; 2) New pair of shoes; 3) You're just pleasin'; 4) Nothing but a tray; 5) Yesterday's gone; 6) 55 women; 7) Called by another; 8) That's the way the tunnel goes; 9) Do you feel the same; 10) Talking bullshit; 11) Brownies for breakfast; 12) You've done it all; 13) Loved by anyone; 14) I won't do it again; 15) Never; 16) Don't you know similar artists: Eddie Cochran, The Beatles, Morrissey > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb Diskographie: > Live Long & Prosper (1995) > Did It Hurt When I Passed By (1998) > Tell Me 'Bout The Moon (1998) > Everybody's Longin' For The Biggest Knife (2001 > 14 Great Tracks! (2001) > I Did It Your Way! (2002) > Bring Me The Head Of Gordon Sumner (2002) > The Dark Side Of The Moonboots (2006) > I See The Pirates Yellin' At Their Foes (2008)
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