Die amerikanischste Band aus England ist zurück.
Woher Larry Love, Sänger der britischen Band Alabama 3, seinen Südstsaaten Akzent her hat, ist ein Mysterium. Auch der Name Alabama 3 ist irreführend, sind die Briten doch weder zu dritt noch auch nur entfernt aus der näheren Umgebung von Alabama. Und doch: Nomen est omen. Denn was die Gruppe aus Brixton bietet, ist Country, Gospel und Blues, als käm’s direkt aus dem Delta, aufgemotzt mit slicken Beats, poppigem Funk und lustigen Synthietönen, alles mit einer Prise Humor und leicht ironischem Unterton versetzt. So was ist äusserst sympathisch und bisweilen sogar sehr tanzbar.
Das Album zeichnet sich vor allem durch rockende Partymusik aus, obwohl mit „Are You A Souljah?“ auch eine politische Note angeschlagen wird und „Holy Blood“ sich als hübsche Pianoballade hervortut. Am meisten überzeugen aber Songs wie „Lockdown“ und „Monday Don’t Mean Anything to Me“ als rockend und rollende Highlights, die mit funkigen, uptempo Beats direkt ins Tanzbein fahren. Schade, dass es derer Höhepunkte wenige sind, Füller („Way Beyond the Blues“, „The Middle of the Road“) sind zu flau und unspektakulär, um über ein ‚ganz nett’ hinauszureichen.
Obwohl die Briten mit den lustigen Künstlernamen sich mit ihrem bewährten Stilmix einmal mehr erfrischend von der breiten Masse abheben, so reicht’s für M.O.R. aufgrund zu vieler Durchhänger nicht über drei Sternchen hinaus.
Seit 8. Oktober 2007 im Handel
Anspieltipps: Lockdown, Work It, Hooked
Trackliste: 1) Check In; 2) Fly ft. Devlin Love; 3) Lockdown; 4) Monday Don’t Mean Anything ft. Errol T; 5) Amos Moses; 6) Are You A Souljah? Ft. Nam/Rev. B Atwell; 7) The Klan ft. Brian Jackson/MC Pablo; 8) Hooked; 9) The Doghouse Chronicles; 10) The Middle of the Road; 11) Work It (All Night Long) ft. The Lenin of Love; 12) Way Beyond the Blues ft. Steve Finnerty; 13) Holy Blood ft. The Kings of Kaos; 14) Sweet Joy ft. The Proclaimers/Michael Wojas
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Bio:
1996 haben Alabama 3 aus Brixton, England zusammengefunden und ein knappes halbes Jahr später bereits einen Vertrag mit Geffen in der Tasche. Vor allem in den USA fand die Band mit ihrem Blues-Country-House Anklang und so wurde ihr Song „Woke Up This Morning“ zur Titelmelodie für die Kultsendung „The Sopranos“ auserwählt. Während ihres über 10-jährigen Bestehens haben sich die Engländer vor allem einen Ruf als exzellente Liveband erarbeitet. Ihr neuestes Album „M.O.R.“ erscheint im Herbst 2007.