Sie kommt aus Nevada City, veröffentlicht mit 21 Jahren
ihre erste Platte und hat eine sehr gewöhnungsbedürftige Stimme. Drei
Aussagen, die nicht nur auf die mittlerweile grosse Joanna Newsom,
sondern auch auf Alela Diane zutreffen.
Und genauso dominant wie damals auf „Milk-Eyed Mender“ Joannas Stimme und Harfe harmonierten, so hört man auf der gesamten CD bloss Alela Diane mit gezupfter Gitarre.
Die grosse Ausnahme bildet der Titelsong „The Pirate’s Gospel”, der mit Händeklatschen und tiefen Piratenchören gespickt ist. Auch wenn sie mit ihren “Ho, ho, yo yo yo…”-Geräuschen so wirken, als würden sie gerade aus einer Piratengeschichte für Kinder entspringen und dabei zu klischiert und lächerlich daherkommen, mag man am Ende der Platte diesen Song doch am besten - zu banal, zu langweilig, zu uninspiriert kommt der Rest daher. Ihr Pfeifen ähnelt dabei mehr einem Winseln und ihre fehlenden Melodien kann sie nur selten ausfüllen, kurzum: Sie verspricht im ersten Moment mehr als “The Pirate’s Gospel” wirklich wert ist.
Wenn man aber die kryptischen Texte zu deuten versucht, kommt man darauf, dass dieses (deshalb wohl sehr persönliche) Album ihrer Mutter gewidmet ist und es dabei um ihre (möglicherweise) indianischen Wurzeln geht. Es geht um Glauben, Vergangenheit und Vergessen; “Pirate’s Gospel” ist eine Suche nach sich selbst und nach der eigenen Musik.
Ich kann mir vorstellen, dass sie mit guten Tipps und/oder Gastmusikern (das Umfeld stimmt ja) fähig ist, auf dieser Suche erste Erfolge zu verzeichnen, denn ihre exotische, reife Stimme und musikalischen Andeutungen versprechen einiges.
Unter diesem Licht versteht man den Tipp der guten alten Mama im letzten Song umso besser: „My Mama she told me / Use your voice, my little bird / She said sing sing sing…. melodies. “
Seit 19. Oktober 2007 im Handel.
Anspieltipps: The Pirate’s Gospel, Something’s Gonna Awry
Trackliste: 1) Tired Feet; 2) The Rifle; 3) The Pirate’s Gospel; 4) Foreign Tongue; 5) Can You Blame The Sky? (Mothers Love); 6) Something’s Gonna Awry; 7) Pieces Of String; 8) Clickity Clack; 9) Sister Self; 10) Pigeon Song; 11) Oh! My Mama;
similar artists: Joanna Newsom,
Marissa Nadler, Jana Hunter, Castanets, Vetiver,
Devendra Banhart,
Nina Nastasia,
My Brightest Diamond
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Bio:
Alela Diane, Tochter zweier Musiker, hat sich das Gitarrenspielen erst spät beigebracht. Auf einer Reise durch Europa entstanden die Songs von „The Pirate’s Gospel“, die sie darauf bei ihrem Vater im Studio in Nevada City aufgenommen hat. Drei Jahre nachdem Dianes Debut „Pirate’s Gospel“ in den USA erschienen ist, kann man die Platte nun auch bei uns beziehen.
Es zieht Alela Diane übrigens erneut nach Europa, unter anderem wird sie am 12. Dez. in der Usine (Genf) und am 13. Dez im Bad Bonn (Düdingen) auftreten.