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Alex Beaupain - Garçon d'honneur (2005)

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von Tobias Imbach am Freitag, 2. Dezember 2005 in Neuerscheinungen   
Genre: Pop, Rock
Label: Naïve
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung: Alex Beaupain - Garçon d'honneur (2005)

Braucht noch Zeit
Alex Beaupain - Garçon d'honneur (2005)Alex Beaupain bleibt mit seinem balladesken Indie-Pop etwas zu oft im Mittelmass stecken. Aber schönerweise nicht so oft, dass man ihm deswegen gleich keine Beachtung mehr schenken sollte … denn die klangliche Pracht wird zwar eher selten, dafür aber gänzlich offenbar.

Bisher machte Alex Beaupain vor allem durch sein Schaffen im Bereich der Filmmusik auf sich aufmerksam - Zum Thriller-Drama "Qui a tué Bambi?" (F, 2003) steuerte Alex Beaupain in Zusammenarbeit mit Lily Margot und Doc Matéo, die nun auch für die Produktion von "Garçon d'honneur" zuständig waren, die musikalische Untermalung bei. Beaupains erstes reguläres Album klingt nun schwer nach schönem, aber etwas unspektakulärem französischen Indie-Pop-Rock, wie man ihn zum Beispiel von Florent Marchet kennt. In den ersten Minuten bescheren die großartige Gitarre im Opener "La flemme" oder die treibende Melodie im etwas schwungvolleren "Au ciel" dem geneigten Hörer Glückshormone. Allerdings lässt das Album nach den ersten Stücken ziemlich nach, von der Uninspiriertheit der Melodien und der mittelmäßigen Instrumentierung ist man ziemlich schnell angeödet. Da vermögen auch die hintersinnigen und oft sehr schönen Texte, die durch's Band gelungen sind, nicht drüber hinwegtäuschen. Natürlich ist das, was der Chansonnier aus Besançon auf seinem Album präsentiert, nie wirklich schlecht, aber vielmals lassen Stücke wie "Parc de la pepinière" oder das Titelstück den Hörer doch ziemlich gelangweilt und teilnahmslos zurück. Auch fehlt es dem Album ein Stück weit an Abwechslung, so gleichen sich die Songs von der Struktur und der klanglichen Wirkung her teilweise markant.
Neigt sich das Album dem Ende zu, kommt aber alles nochmals anders. Die letzten beiden Stücke sind so wunderschön, dass sie meine vorhergehenden Worte Lügen strafen und ich nicht umhin komme, eine Empfehlung für "Garçon d'honneur" auszusprechen. Wer von der fragilen und klassischen Piano-Ballade "Brooklyn Bridge", dem wahrscheinlich besten Stück auf dem Album, nicht völlig verzaubert wird … dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Wären dem Troubadour des Öfteren solch wunderschöne Melodien gelungen, wie sie in den letzten zehn Minuten des Albums zu hören sind, wäre "Garçon d'honneur" ein Juwel. Dieses, gut möglich ist es zumindest, könnte uns aber mit seinem nächsten Album erwarten.


Seit 26. September 2005 im Handel.

Anspieltipps: Se taire, La beaute du geste, Brooklyn bridge
Trackliste: 1) La flemme; 2) Au ciel; 3) Pourquoi viens tu si tard; 4) Quitter la ville; 5) Lave; 6) Se taire; 7) Parc de la pepinière; 8) Garcon d'honneur; 9 Mais rien ne peut; 10) La beauté du geste; 11) Brooklyn bridge
Similar artists: Florent Marchet

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Alex Beaupain, vor 30 Jahren in Besançon geboren, machte sich nach einem abgeschlossenen Politikwissenschaft-Studium durch die kompositorische Mitarbeit bei mehreren Filmsoundtracks einen Namen. Im Juni dieses Jahres wurde mit "Garçon d'honneur" in Frankreich sein erstes Album veröffentlicht. Bei diesem wurde Beaupain unter anderem von Doc Matéo und Lily Margot, mit denen er schon für den Soundtrack zum relativ erfolgreichen Film "Qui a tué bambi" zusammenarbeitete, unterstützt. Beaupain schrieb die Chansons auf seinem Album bis auf wenige Ausnahmen selbst, die Instrumentierung überliess er zu einem grossen Teil seinen Mitmusikern, nur am Piano sass Beaupain selbst.

Alex Beaupain - Garçon d'honneur (2005)

Diskographie:
> Garçon d'honneur (2005)


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