Alfie - Crying At Teatime (2005) |
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| von Magdalena Oehen am Donnerstag, 22. September 2005 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Indie-Pop
Label/CH-Vertrieb: Regal Records/EMI Music Unsere Wertung: ![]() Von Höhen und TiefenAls Supportact von Badly Drawn Boy machten Alfie zu Beginn der Dekade zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Und versuchen seither, aus dem Schatten ihres ursprünglichen Förderers zu treten – mit einem Labelwechsel von Twisted Nerve Records (denen Badly Drawn Boy vorsteht) zu Regal Records und einem eher seltsamen Psychedelic-Folk Album („Do You Imagine Things?“) von 2003. Mit ihrem neuen Album „Crying At Teatime“ gehen Alfie nun wieder gewohnt gemässigtere Wege.
Die gute Nachricht gleich vorab: „Crying At Teatime“ beginnt mit drei durchaus eingängigen und gefälligen Songs, allen voran der Opener „Your Own Religion“ und der Titeltrack „Crying At Teatime“, die mit poppigen E-Gitarren und catchy Melodien auffahren. Das sind hübsche Popsongs mit einem Hang zu lauten E-Gitarren und scheuen psychedelischen Ausfällen (muss wohl am Einfluss der Flaming Lips liegen, mit denen Alfie auf Tour waren). Danach wird’s pathetisch. Leider. Denn Pathos funktioniert nur in ganz wenigen Fällen und Lee Gortons eher schwächliches Stimmorgan vermag nicht einmal annähernd gegen die ausufernden Streicherarrangements anzukommen. Überforderung und daraus resultierende Langeweile machen sich beim Zuhörer breit. Liebe Alfie, damit gewinnt ihr keine neuen Fans. Da trägt ihr den Namen eines berühmten Ladiesman, wo bleibt euer Charme und Sexappeal? Nach diesem zwischenzeitlichen Tief kommt’s nochmals besser. Auf der zweiten Hälfte der Platte sind Jazz- und Countryeinflüsse zu hören, die dem Überarrangement mindestens eine Wiedererkennungsgarantie geben. „Crying At Teatime“ ist ein durchaus solides Popalbum mit einigen Höhen und kitschigen Tiefen. Was schlussendlich vom Album hängen bleibt, ist ein unbestimmter Hauch von hübscher Melancholie und latentem Optimismus. Den halben Stern gibt’s für den Albumtitel (was könnte englischer und trauriger nur sein als sich beim Fünf-Uhr-Tee die Augen auszuheulen?) und das hübsche Coverdesign. Seit 15. August 2005 im Handel. Anspieltipps: Your Own Religion, Look At You Now, Wizzo Trackliste: 1) Your Own Religion; 2) Look At You Now; 3) Crying At Teatime; 4) ‘Til The End; 5) All Too Heavy Now; 6) Applecart; 7) Colours; 8) Wizzo; 9) Where Did Our Loving Go?; 10) Kitsune similar artists: Turin Brakes, The Flaming Lips, The Beta Band > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: „Alfie“ sind die fünf Musiker Lee Gorton (Vocals), Ian Smith (Gitarre/Keyboards), Matt McGeever (Cello), Sam Morris (Bass) und Sean Kelly (Drums) aus Manchester, England. Für Furore sorgten sie erstmals im Jahr 2000, als sie auf dem Label Twisted Nerve Records von Damon Gough (aka Badly Drawn Boy) und Andi Votel ihre ersten drei Vinyl-only EPs veröffentlichten. Vom britischen NME wurden sie bald zu den führenden Bands des New Acoustic Movements gezählt, obwohl ihnen der grosse kommerzielle Erfolg auch nach drei veröffentlichten LPs und dem Wechsel zu Regal Records verwehrt blieb. Mit „Crying At Teatime“ versuchen Alfie zum vierten Mal, sich in der Indie-Folk-Szene Gehör zu verschaffen. Diskographie: > The Alfie EP (2000) > Bookends EP (2000) > Montevideo EP (2000) > If You Happy With You Need Do Nothing (2001) > A Word In Your Ear (2002) > Do You Imagine Things? (2003) > Crying At Teatime (2005)
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