Amadou & Mariam - Dimanche A Bamako (2005) (Warner France/Warner Music) |
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| von Magdalena Oehen am Sonntag, 1. Mai 2005 in Neuerscheinungen | |
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The Manu Chao Show Für frischen Wind sollte Manu Chao als Produzent auf dem vierten Album von Amadou und Mariam sorgen. Leider scheint das Ehepaar ihrem Mitmusiker und Freund völlig freie Hand gelassen zu haben. Was dabei herauskam: The Manu Chao Show. Obwohl ihr Ursprung unverkennbar bleibt, bewegen sich Amadou und Mariam mit "Dimanche A Bamako" weg vom traditionell afrikanischen Sound ihrer ersten Alben in Richtung europäischen Mainstreampop. Die Bluesklänge von Amadous Gitarre und Mariams soulig-erdige Stimme bleiben erhalten, werden aber vermehrt durchmischt mit Pop-Elementen, die unverkennbar aus der Feder des Herrn Produzenten Manu Chao stammen. Die Message der Songs, die mal französisch, mal afrikanisch gesungen werden, schwankt zwischen gegenseitigen Liebeserklärungen der beiden Eheleute ("M'bife" - schön schlicht gehaltener Opener mit Mariams Stimme über einfachen Gitarrenakkorden und Djemberhythmen), Forderungen in panafrikanischer Sache ("La Paix") und beizeiten überrissener Abrechnung mit der Politik. (Manu Chao singt in "Politic Amagni": "La politique, c'est pas bon, politic is war, politic is violence". Ach ja.) Auch die Arrangements weisen Manu Chaos deutliche Handschrift auf und sind oft hoffnungslos überladen. Unzählige Tonspuren übereinandergelegt, dazu je nach Thema Einspielungen von Strassengeräuschen, Kindergeschrei oder Publikumsapplaus, lenken unnötig von Mariams und Amadous vertrauter Einigkeit ab und lassen den Zuhörer nach kurzer Zeit ermüden. Sowieso scheint das Ehepaar durch die Allgegenwärtigkeit ihres neuen Produzenten etwas zu sehr ins Abseits gedrängt. Mit "Senegal Fast Food" ist gar ein komplett typischer Manu Chao Track auf dem Album enthalten. Endlose Wiederholungen in der Manier des Ebengenannten langweilen und nerven beizeiten und lassen den Zuhörer die Schlichtheit früherer A&M-Produktionen herbeiwünschen. Abschliessend bleibt zu sagen - Manu Chao in allen Ehren - dass weniger doch oft mehr ist. Lasst uns hoffen, dass Amadou und Mariam nach diesem Ausflug in die chaoesken Gefilde der Popmusik ihre Mitte wieder finden und sich auf ihre Wurzeln besinnen werden. Seit 25. März 2005 im Handel. Anspieltipps: M'bife, Beaux Dimanches similar artists: Manu Chao > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Nachdem sowohl Amadou als auch Mariam schon einige Zeit solo in Mali als Musiker unterwegs gewesen waren - Amadou war unter anderem als Gitarrist bei den Ambassadeurs tätig und spielte mit Sänger Salif Keita zusammen, Mariam war eine gefragte Sängerin bei malischen Volksfesten - trafen sich die beiden Ende der 70er-Jahre im "Institut des Jeunes Aveugles". Damit begann ihre Liebes- und Erfolgsgeschichte. Das gemeinsame Musizieren war nichts anderes als natürlich und schon bald nahm das blinde Liebespaar seine ersten Demotapes auf. Der Erfolg stellte sich zuerst in ihrer Heimat Mali ein, dehnte sich aber bald auf ganz Ostafrika bis hin nach Europa aus. Auf ausgedehnte Tourneen folgte 1998 das Debütalbum "Sou Ni Tile". Der Erfolg in Frankreich war unter anderem der Ausschlaggeber für Mariam und Amadou, ihr Heimatland zu verlassen und sich mit ihren Kindern in Frankreich anzusiedeln. Es folgten zwei weitere Alben, mit denen sie ihren Platz in der Worldmusic-Szene festigten. Polit-Pop-Held Manu Chao wurde auf die beiden aufmerksam und verliebte sich der Legende nach sofort in das Musikerehepaar. Er produzierte ihr neuestes Album "Dimanche A Bamako" und half bei einigen der Songs auch gleich tatkräftig als Songschreiber und Musiker/Sänger mit. Diskographie: > Sou Ni Tile (1998) > Tje Ni Mousso (1999) > Wati (2002) > Dimanche A Bamako (2005
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