Angie Reed - XYZ Frequency (2005) |
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| von Rafael Werner am Montag, 12. Dezember 2005 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Elektro-Pop Label: Chicks On Speed Records CH-Vertrieb: RecRec Unsere Wertung: ![]() Mit den Hunden bellen
Tief durchatmen, noch einmal schauen ob man bequem sitzt, anschnallen und sich gierig die Hände reiben. ¨Chilbi-Angie¨ lässt die Bahnen starten: Achtung, fertig,... - das dritte Wort fehlt, die Bahn fährt rückwärts los! Das macht aber auch Spass, ist manchmal sogar bahnbrechend, aber schmerzt mit der Zeit im Rücken. Auch "XYZ Frequency" hat zwei Seiten: Der gutgelaunte Hörer, der noch viel ertragen mag, wird mit Angie Reed mitschreien, unrhythmisch tanzen und einmaligen Spass erleben; unter Stress leidend und nicht auf Spässe angelegt, wird man die CD genervt rausreissen und höchstens noch als Frisbee benutzen. Diese Zweiteilung von möglicher Konsumentenreaktion ist darauf zurückzuführen, dass Angie Reed polarisiert, und das hat sie schon immer getan: Bereits 2003 nämlich verwandelte sie sich in die gelangweilte Sekretärin Barbara Brockhaus und sorgte für so einige unvergessliche Shows. Zwei Jahre später sind es nun mehrere skurrile Gestalten: Von der Oralsex-Nonne bis zum Klatschblatt-Punk hat das italo-amerikanische Multitalent so einiges lustiges aber auch geschmackloses auf Lager. Das Wort "Collage" liegt da nicht mehr weit, denn Angie Reed ist auch musikalisch vielseitig: Den Start macht der Elektropopknüller "Hustle A Hustler" (gleich der erste Hit, siehe auch grossartiger Remix!), anschliessend das Hummer ähnliche "Dancing Tarantella To A Machine Gun" (gleich der zweite Hit). Abrupt ist dann aber auch schon Schluss mit Knüllern. Was anfangs noch Spass macht und zum Hände hoch reissen auffordert, verwandelt sich jetzt in die holprigen Stellen der Rückwärtsfahrt. Vielleicht ist es auch so, dass man nach zwei Songs immer schon genug hat, was erklären würde, wieso die ersten zwei Tracks klar besser als der anschliessende Teil sind. Skeptisch wird man nämlich schon bei "Dings Bums Bumst Dings Da" , wo einerseits der originelle Text (akustisch) aber auch der Song an sich völlig unverständlich sind. Anschliessend erhält man die neue Erkenntnis, dass die längsten Sommertage auch irritierend sein können. Es folgen weitere "Spoken-Word-Miniaturen", die ohne Dringlichkeit (des Öfteren auch ohne Stil) daherkommen, so ist beispielsweise "Ufo A Go Go" ganz unten aus der Space-Jukebox entnommen. Der größte Teil von "XYZ Frequency" pendelt zwischen frecher Frischware und nasalem Nonsens, das ändert aber nichts daran, dass Angie Reed eine originelle Künstlerin mit Zukunft ist und auch jetzt schon den einen oder anderen Hit geschrieben hat. Nein, nein.
Seit 14. November 2005 im Handel. Anspieltipps: Hustle A Hustler; Dancing Tarantella To A Machine Gun Trackliste: 1) Huslte A Hustler; 2) Dancing Tarantella To A Machine Gun; 3) Dings Bums Bumst Dings Da; 4) Longest Days In Summertime; 5) Disco Telefonino; 6) Ma Cherie, Majorie; 7) Geistesblitz 8) Bend The Truth In The Confession Booth; 9)N.L.P. The Galaxy; 10) XYZ Frequency; 11) Godl Chained Leopard Of The Ghetto; 12) U.F.O. A-Go-Go; 13) Cherry Blossom; 14) Mistress Of Gaand Guignol; 15) Yes, We Know; 16) Ba Boon Of The Loom; 17) Hustle A Hustler (Eric D. Clark Remix) similar artists: Eine Art elektronische Julia Hummer, Stereo Total > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Angie Reed ist eine italo-amerikanische Künstlerin, die es Mitte der neunziger Jahre aufgrund der Liebe nach Deutschland (Berlin) verschlug. Schon nach kurzer Zeit findet sie Anschluss an die dortige Musikszene und gibt sich nach Kooperationen mit Stereo Total und den Goldenen Zitronen als Barbara Brockhaus aus, einer von ihrem Arbeitsalltag mehr als gelangweilten wie selbstbewussten Sekretärin, die genau weiß was sie will und was nicht. Das zugehörige Album, "The Best Of Barbara Brockhaus", auf dem sie alle Instrumente selbst spielt und alle Stücke eigenständig geschrieben hat, erscheint 2003. Stilecht geht Frau Reed unter dem Banner 'The Barbara Brockhaus Live Secretary Show' auf Konzertreise durch Europa. Doch nicht nur auf dem Gebiet der Musik ist die Gute aktiv. Malerei (eigene Ausstellungen in London, Barcelona und Rotterdam) und Schauspielerei (Hauptrolle in Ladybug und einen Part im International Pony-Video zu "Beautiful Day") machen sie zur Multimedia-Künstlerin im wahrsten Wortsinn. Ihr zweites Album "XYZ Frequency" erschien Mitte November 2005. Diskographie: > The Best OF Barbara Brockhaus (2003) > XYZ Frequency (2005)
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