Ani DiFranco - Knuckle Down (2005) (Righteous Babe/RecRec) |
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| von Ivana Leiseder am Dienstag, 1. März 2005 in Neuerscheinungen | |
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Singer/Songwriterin mit Herzblut Während die Punk Folk-Queen Ani DiFranco ihr letztes Album im Alleingang eingespielt und produziert hat, nimmt sie auf ihrer neusten Veröffentlichung die Unterstützung von Joe Henry als Produzenten und einem halben Dutzend Gastspieler in Anspruch und bietet 12 ausgereifte Songs, die sich zwischen Funk, Pop und Blues bewegen. Das erste Stück "Knuckle Down" (gleich der Titelsong) wird von einer funkigen, akustischen Gitarre eingeleitet, zu der sich sogleich Ani DiFrancos höchst variable, zuweilen sprechartige Stimme gesellt, die mal sanft, mal aufmüpfisch und laut über die eigene Genügsamkeit erzählt. Dank Todd Sickafooses groovigem Basspiel erhält der Song eine zusätzliche Portion Würze. Auf dem zweiten Stück, "Studying Stones", dem Andrew Birds wehklagende Violine einen speziellen, melancholischen Akzent verleiht, singt Ani DiFranco eindringlich über zerrüttete Familienverhältnisse. Auch dieser Songs ist instrumentell äusserst spärlich gehalten und besticht durch die ehrlichen und von grosser Wahrheit zeugenden Lyrics, die mit "Parameters", einem vertonten Gedicht, ihren Höhepunkt erreichen und einen zutiefst berühren. Obwohl ab und an eine schöne, eingängige Melodie die Ohren beglückt, Violine und Melodica die Runde machen (wie z.B. auf dem grandiosen "Recoil" oder "Minerva"), sind auch die meisten anderen Lieder - genauso wie "Knuckle Down" oder "Studying Stones" - in musikalischer Hinsicht eher dezent gehalten (d.h. meist nur von einer akustischen Gitarre und einem Bass begleitet) und lassen Ani DiFrancos Stimme in vollem Glanz erscheinen. Ausserdem zeigt dieses neue Werk die Künstlerin als das, was sie in ihrem tiefsten Herzen zu allererst ist: Eine intelligente Poetin mit ungewöhnlicher Beobachtungsgabe. Berühmt-berüchtigt für ihre feministische und rebellische Haltung, wettert sie diesmal aber glücklicherweise nicht über die politischen Verhältnisse oder ruft die Leute zum Wählen auf, sondern analysiert das Leben in all seinen Facetten. Sie legt ihr Innenleben genauso mit gnadenloser Ehrlichkeit dar, wie sie über andere Menschen sinniert. "Knuckle Down" ist ein bemerkenswertes Stück Poesie einer Künstlerin, die auch nach 16 Alben nichts an ihrer Kreativität und Authentizität verloren hat. Wunderbar. Seit 7. Februar 2005 im Handel. Anspieltipps: Studying Stones, Recoil similar artists: Fiona Apple, Alanis Morissette, Indigo Girls, Sarah McLachlan ⇒ Hören und Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb Bio: Angela Marie DiFranco wurde 1970 in Buffalo, New York, geboren und startete ihre musikalische Karriere mithilfe eines Lehrers bereits mit 9 Jahren, indem sie in lokalen Coffee-Houses Beatles-Covers vortrug. Schon mit 14 hatte Ani ihre ersten Songs geschrieben und zog ein Jahr später von Zuhause aus, um ihr musikalisches Können in verschiendensten Folk-Clubs unter Beweis zu stellen. Mit 19 Jahren hatte sie bereits mehr als 100 eigene Songs in der Tasche und zog nach New York City um, um sich ernsthaft um ihre Musikkarriere zu kümmern. Die 500 ersten Demo-Tapes verkauften sich ausserordentlich gut und 1990 gründete Ani DiFranco ihr eigenes Label, Righteous Babe, auf dem sie seither jedes Jahr mindestens ein neues Album veröffentlicht hat. Ani DiFranco ist nicht nur bekannt für ihren Erfolg als Musikerin, sondern setzt sich auch politisch intensiv für verschiendste Zwecke ein. Diskographie (Auswahl): ⇒ Ani DiFranco (1990) ⇒ Not So Soft (1991) ⇒ Puddle Dive (1993) ⇒ Out Of Range (1994) ⇒ Not A Pretty Girl (1995) ⇒ Dilate (1996) ⇒ Living In Clip (1997) ⇒ Little Plastic Castle (1998) ⇒ Up, Up, Up, Up, Up (1999) ⇒ Evolve (2003) ⇒ Educated Guess (2004) ⇒ Knuckle Down (2005)
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