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Asian Dub Foundation - Tank (2005) (Labels/EMI Music)

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von Magdalena Oehen am Freitag, 1. April 2005 in Neuerscheinungen   
Was zu erwarten war.

Asian Dub Foundation - Tank (2005) (Labels/EMI Music) Die britische multikulti Combo Asian Dub Foundation bringt mit "Tank" ein Album auf den Markt, das sich von seinen Vorgängern nur unerheblich abhebt: Mehr oder weniger harte Jungle-Beats, Dub-Elemente und fernöstliche Samples bestimmen wiederum das Hauptbild.

Zehn Jahre ist es bereits her, seit das Debütalbum der Asian Dub Foundation erschienen ist. Ohne bemerkbare Ermüdungserscheinungen junglen und dubben sich die ADF auch im Jahr 2005 durch ihr neues Album "Tank". Und haben ein ganz respektables Resultat auf die Beine gestellt. Vor allem, da sie sich ganz auf ihr altbewährtes Erfolgsrezept verlassen haben: Jungle- und Ragga-Rhythmen treffen auf Dub-Basslines und Asien-inspirierte Samples. Dazu gehören unweigerlich die charakteristischen, politisch motivierten Lyrics, die der ADF ihren Ruf als politische Pop-Aktivisten eingebracht haben.
Die ganze Bandbreite ihres musikalischen und lyrischen Könnens tragen uns die Jungs der Asian Dub Foundation auf "Tank" vor. Während "Fly Over" - der erste und zugleich überzeugendste Track des Albums - von so deftigen Drum'n'Bass-Rhythmen getrieben wird, dass still sitzen zu bleiben ein Ding der Unmöglichkeit wird, bestimmen Streicher und düstere Stimmung den Titelsong "Tank". Der Wechsel von Gastsänger Ghetto Priest und ADF-Rapper MC.Spex erzeugt eine eigenartige und unangenehme Spannung, die gut zur Botschaft des Songs passt. Ganz anders kommt dagegen "Tomorrow Begins Today" daher: ein leiser, unaufdringlicher Reggae-Song, der die Hoffnung auf eine bessere, freie Zukunft besingt. Ein ganz hübscher Song; nur schade, dass ADF die deftigen Drum'n'Bass-Beats auch auf den meisten anderen Tracks so spärlich einsetzen.
Abwechslungsreich und sich selber doch treu geben sich Asian Dub Foundation auf ihrem neuen Album. Innovationen sollten nicht erwartet werden, dafür tanzbare Partymusik, die trotz ihrer bisweilen Sermon-artigen Lyrics gute Stimmung verbreitet.
Für tanzwütige Dub-Liebhaber ein Muss. Für anspruchsvollere Gemüter mit etwas mehr Vorsicht zu empfehlen.


Seit 28. Februar 2005 im Handel.

Anspieltipps: Fly Over
similar artists: Talvin Singh

⇒ Hören und Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb

Bio:
Die Asian Dub Foundation wurde 1993 im Community Music Centre in Farringdon, London von Bassist Aniruddha "Dr Das" Das und DJ John Pandit alias Pandit G gegründet, die beide als Instruktoren den asiatischen Kindern des Viertels Musiktechnologie näher brachten. Sie schlossen sich mit einem ihrer Schüler zusammen, dem 15-jährigen Deedar "Master D" Zaman. 1994 schlossen sich der Gitarrist Steve Chandra "Chandrasonic" Savale, der Tänzer Bubble-E und der Keyboarder Sanjay "Sun-J" Tailor dem jungen Musikerkollektiv an. Mit ihrer Melange aus Ragga, Jungle-Beats und indischen Samples vermochten sie bald eine beträchtliche Anhängerschaft um sich zu scharen. Ihr politisches Engagement für die Integrierung der asiatischen Bevölkerung und gegen Rassismus brachte ihnen einen Plattendeal mit Nation Records ein, für die sie ihre Debüt-EP "Conscious" aufnahmen, gefolgt von ihrem ersten Longplayer "Facts And Fiction" und weiteren Alben. Dank zahlreicher Auftritte auf Festivals und mitreissender Performance handelten sie sich den Ruf als grandioser Live-Act ein und wurden von Primal Scream gar als bester Live-Act Grossbritanniens bezeichnet.

Asian Dub Foundation - Tank (2005) (Labels/EMI Music)
Diskographie:
⇒ Conscious EP (1994)
⇒ Facts And Fiction (1995)
⇒ R.A.F.I. (1997)
⇒ Rafi's Revenge (1998)
⇒ Community Music (2000)
⇒ Fortress Europe EP (2002)
⇒ Enemy Of The Enemy (2003)
⇒ Live: Keep Bangin' On The Walls (2003)
⇒ Tank (2005)


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