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Astonvilla – De Jour Comme De Nuit (2005) (Naïve/Musikvertrieb)

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von Andreas Scheuber am Montag, 12. September 2005 in Neuerscheinungen   
Astonvilla – De Jour Comme De Nuit (2005) (Naïve/Musikvertrieb)

Hell wie die Nacht

Astonvilla – De Jour Comme De Nuit (2005) (Naïve/Musikvertrieb) Astonvilla ist für jeden Sport- und Fussballfan ein Begriff, in der Welt der Musik eher weniger. Schade eigentlich, denn die vier Franzosen von Astonvilla hätten mit ihrer Mischung aus Rock und Pop ein wenig mehr Bekanntheit verdient.

Fred Franchitti, Kopf und Sänger der Band, meinte, er sei noch auf keines seiner Alben so stolz gewesen, wie auf „De Jour Comme De Nuit“. Dass hinter dieser Aussage mehr Wahrheit steckt als reines Marketingdenken, wird dem Hörer ziemlich rasch bewusst. Los geht’s nämlich mit einer Ode an die geliebte Rockmusik, dem einzigen in Englisch gesungenen Titel auf der Platte. „Regarde-Moi“ beginnt mit einer wilden Gitarre, geht dann über ins klassische Strophen-Refrain-Format, wo eine Runde nach der anderen gedreht wird. Dass Astonvilla es auch mit ruhigerem Wasser aufnehmen können, zeigen sie mit „Un Homme Bien“ oder „Champagne“. Auf „De Jour Comme De Nuit“, einem Rock-Album, das dank seinem hervorragenden Track-Placement abwechslungsreich und vielseitig ist, findet mit „Un Million De Lézards“ gar ein Chanson seinen Platz. Dass Rockmusik nicht nur im Englischen funktioniert, wird durch die Franzosen einmal mehr bestätigt. Die Songs erhalten durch das Französische etwas Eigenes und zu Fred Franchittis Stimme würde keine Sprache besser passen. Musikalisch halten sich Astonvilla eher zurück, die Instrumente sind meist nicht weit mehr als Gesangs-Begleitung, was in die Bewertung mit einem Stern Abzug einging. Die musikalische Fähigkeit sei dadurch aber keines Falls in Frage gestellt, denn an manchen Stellen blitzt sie mit kleinen Gitarren-Solos oder Bass-Kapriolen durch, schade nur, dass es bei diesen Blitzlichtern bleibt. Durch ihre Seltenheit stechen die raren instrumentbetonten Titel, wie beispielsweise „Tête De Lune“ oder „À Vendre“, aus der ruhigeren Masse von Songs heraus. Man darf aber ohne schlechtes Gewissen von einem guten Album sprechen. Astonvilla gelingt es, das Niveau konstant hoch zu halten, indem auf ruhige Titel ein wilder hinterher gejagt wird und umgekehrt. Das Album verhält sich tatsächlich wie Tag und Nacht; manchmal hell und klar, manchmal dunkel und beinahe düster, manchmal ruhig, manchmal wild, manchmal glücklich, dann wieder verzweifelt – c’est la vie!


Seit 23. August 2005 im Handel.

Anspieltipps: Un Homme Bien, Un Million De Lézards, Tête De Lune
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> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Astonvilla stammen aus Frankreich und haben sich 1994 gegründet. Seither hat sich ihre Zusammensetzung mehrmals geändert. Heute besteht Astonvilla aus Fred Franchitti (Gesang), JB Mory (Bass), Greg Baudrier (Schlagzeug) und Manu Baroux (Gitarre). Ihr erstes Album ist 1996 namenlos (zumindest ist nirgends einer zu finden) erschienen, den grössten Erfolg feierte Astonvilla jedoch mit ihrem Album „Live Acoustic“, für welches sie den Music Award als beste Entdeckung des Jahres 2002 erhielten.

Astonvilla – De Jour Comme De Nuit (2005) (Naïve/Musikvertrieb)
Diskographie:

> Extraversion (1999)
> Live Acoustic (2001)
> Strange (2002)
> De Jour Comme De Nuit (2005)




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