Audioslave - Out Of Exile (2005) (Interscope/Universal Music) |
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| von Philipp Gautschi am Mittwoch, 13. Juli 2005 in Neuerscheinungen | |
![]() Wie man 10'000er mit der Stimme erklimmen kann Ok, eine gewisse Objektivität wird von mir als Autor verschiedener Texte über Musik erwartet. Ich versuche mal, diesen Erwartungen nicht gerecht zu werden, verschweige jedoch (einen Teil) meiner persönlichen Meinung gegenüber dem zu behandelnden Stoff. Ehrlich gesagt fand ich RATM schon immer sehr übel, nicht nur wegen ihrer äussertst aggressiven politischen Einstellung bzw. Äusserungen, auch ihre abgehackte Musik gefiel mir nicht. Soundgarden fand ich mittelprächtig, "Black Hole Sun" war ein Hammerstück, sonst konnten sie mich auch nicht wirklich überzeugen. Folglich überzeugt mich der ’Zusammenschluss’ der beiden Bands auch nicht ganz. Nichts gegen die grossen Künstler Cornell und Morello, sie haben ihren Beitrag zur Musikgeschichte geleistet und Massen begeistert, ich zähle mich halt nicht zu diesen Massen. Nun doch mal zum neuen Album "Out Of Exile". Dieses bietet Hardrock, wie er im Bilderbuch steht: quietschende Stimme, noch quietschendere Morello'sche Gittarrensoli, hämmerndes Schlagzeug und sich ewig wiederholende, geschriene Refrains. Zum Glück sind jedoch nicht alle Stücke so, Mr. Cornell war es wahrscheinlich, der etwas Ruhe sowie Melodie in die Chaos-Truppe um die ehemaligen Rage-Mitglieder brachte. So können Stücke wie "Be Yourself", "Heaven’s Dead" oder "Yesterday To Tomorrow" ziemlich gemütlich tönen, wenn der Bursche nur nicht so hoch und leidend singen würde. Gemäss Zeittheorie nach Rutherford werden Schallwellen anhand von Schwingungen der Basilarmembran direkt über Impulse der entsprechenden Neuronen zum auditiven Cortex weitergeleitet. Das Problem besteht nun darin, dass die maximale Feuerungsrate von Neuronen bei 1000 Impulsen pro Sekunde (≈1000 Hertz) liegt. Theoretisch könnten wir also dermassen hohe Töne, wie sie Cornells Stimmbänder oder Morenos Gitarre (mind. 10000 Hz) von sich geben, gar nicht wahrnehmen. Natürlich übertreibe ich masslos, trotzdem werden hier Höhen erklommen, die Reinhold Messner wie einen Anfänger aussehen lassen. Und das gefällt irgendwie nicht riesig. Soweit mein Beitrag zur Objektivität...!? ich widme mich besser wieder dem Prüfungsstoff und höre die geniale Neue der Foo Fighters. Seit 23. Mai 2005 im Handel. Anspieltipps: Your Time Has Come, Be Yourself, Heaven’s Dead similar artists: Rage Against The Machine, Soundgarden, sowie verschiedene 80er Hardrock Bands > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Im September 2002 kehrten die ehemaligen Rage Against The Machine-Mitglieder Tom Morello (git.), Brad Wilk (dr.) und Tim Commerford (ba.) zusammen mit Soundgarden-Sänger Chris Cornell (welcher bis dahin auch ein Soloalbum veröffentlichte) auf die grosse Musikbühne zurück. Ihr Debütalbum "Audioslave" war schwer erfolgreich, was wahrscheinlich auch damit zu tun hatte, dass die politischen Kampfparolen grösstenteils verschwunden sind und weniger Aggression, dafür mehr Ruhe und Melodie den Weg auf den Tonträger fand. Bemerkenswert ist hier noch, dass es Audioslave als erste US-amerikanische Band fertigbrachte, auf dem sozialistischen Eiland Kuba (um genau zu sein auf der Anti Imperialist Plaza in Havanna) vor x-tausend Zuhörern aufzuspielen. Diskographie: > Audioslave (2002) > Out of exile (2005)
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