Bettie Serveert – Attagirl (2005) (Pias/Musikvertrieb) |
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| von Andreas Scheuber am Mittwoch, 13. Juli 2005 in Neuerscheinungen | |
![]() Na Servus Das musikbegeisterte Publikum wird es wahrscheinlich bereits zum x-ten Mal zu hören bekommen, doch auch die weniger hart gesottenen Insider sollen endlich in das sagenumwobene Geheimnis um den Bandnamen von Bettie Serveert eingeweiht werden! Der Name geht auf die holländische Tennisspielerin Bettie Stove zurück, welche 1977 im Final von Wimbledon stand (und verlor). Und Serveert heisst nichts weiter als ‚servieren’ (für Nicht-Tennis-Kenner: aufschlagen), also ‚Bettie serviert’. Alles klar?! Aufgrund ihres langen Bestehens darf man Bettie Serveert ohne weiteres als eines der Urgesteine des europäischen Indie-Pops bezeichnen, auch wenn dieser Aufschlag kaum grosse Bekanntheit erlangt und sich die meiste Zeit irgendwo im Untergrund bewegt hat. "Attagirl" zeigt ein breites Repertoire an neutralem und feinem Songwriting. Carol van Dyk meint: „Attagirl is not so much about me, but about people I see and know.” Die Songs sollen Menschen auf ihrer Suche nach dem Glück unterstützen. Mit Beats und Keyboard wird probiert und versucht. Verführt wird man jedoch vor allem von der Stimme Carol van Dyks. Sie macht einem das Weglegen der Platte etwas schwerer, fällt der Blick noch zufällig auf das Cover, denkt man: Okay, einen Durchgang machen wir noch, aber dann ist wirklich Schluss (das Tie-Break sozusagen). Am besten finden deshalb auch die akustischen Gitarrenstellen gefallen, denen Carol van Dyk ihren Charakter auferlegt, wie beispielsweise bei "You’ve Changed". Eine fast beängstigende Ruhe findet ins Spiel, die dem Ganzen Spannung verleiht. Na ja und spätestens dann erfolgt der Doppelfehler. Sämtliche Bälle bleiben im Netz hängen. Alles und jedes ist einfacher Pop, der hier mal nach Indie schmeckt und da ein wenig nach Jazz – mit etwas Fantasie. Die Bälle fliegen zwar, sie wissen jedoch nicht wohin. Da können auch Destiny’s Child-Nachahmungen und Cover-Versionen von Bright Eyes' "Lover I Don't Have To Love" den Satzverlust nicht mehr abwenden. Game, Set and Match… Schade schade! Kleiner Trost: Im Sport gibt es immer die Chance zu einer Revanche – in der Musik auch?! Seit 25. Januar 2005 im Handel. Anspieltipps: Attagirl, Greyhound Song, You’ve Changed similar artists: Buffalo Tom, Belly > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Die Indie-Popper von Bettie Serveert stammen aus den Niederlanden und sind nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch im Jahre 1991 auf die Bühne zurückgekehrt. In der Zwischenzeit durften sie unter anderem zusammen mit Dinosaur Jr, Come oder Jeff Buckley auf der Bühne stehen. "Attagirl" ist bereits das siebte Album der Band rund um Carol van Dyk und Peter Visser. Diskographie: > Palomine (1992) > Lamprey (1995) > Dust Bunnies (1997) > Bettie Serveert Plays Venus In Furs (1998) > Private Suite (2000) > Log 22 (2003) > Attagirl (2005)
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