Genre: Electronic | Label: Lo Recordings (Namskeio) | Unsere Wertung: 6.0/10
Disco Trash
Das neue Album von Black Devil Disco Club ist randvoll mit erinnerungsweckenden Klängen - dafür fehlt es an anderem.
Bei den ersten zwei Liedern fallen mir haufenweise Stichwörter ein, die ich eifrig beginne niederzuschreiben. Zum Beispiel: düster, spacig, groovy, funky, usw. Meine Assoziationen zur Kindheit turnen nur so in meinem Kopf. ‘Hey’, denk ich mir, ‘das macht dem Namen der Platte alle Ehre’. Die Lieder sind trashig und schräg (das mag ich persönlich) und alle, die zwischen 1975 und 1985 geboren sind, werden dieses Album nur schon wegen den Erinnerungen, die es aufleben lässt, lieben.
Dann das dritte Lied... ‘Hm. Auch das hat einen guten Drive. Passt auch wieder in jede amerikanische Action-Serie der 80er Jahre... oder an eine Bad-Taste-Party. Naja, der Gesang ist nicht gerade das Vorzeige-Element des Albums. Aber, die Melodien sind ziemlich eingängig.’
Beim siebten Titel ist der Fall klar. Die Songs klingen einfach alle gleich. Unwillkürlich haben sich auch schon die Wörter Modern Talking in meinem Hirn breitgemacht. Erst machte ich das 80er- Jahre-Flair dafür verantwortlich. Aber nein, es ist die gemeinsame Eintönigkeit des Grundsetups, was es ausmacht. Unterstützt wird die These auch dank Gästen wie Nancy Sinatra und Afrika Bambaataa.
Fazit. Gutes Album, um als Hintergrundmusik einer fröhlich, skurrilen 80er-Party laufen zu lassen. Wenn man sich allerdings intensiver mit Musik auseinander setzen möchte, wird man eher von über den Gähnanfall, als von der Originalität der Platte überrascht sein
Ab 15. April 2011 im Handel.
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Anspieltipps:
> 1
> 2
> 9
Diskographie:
> 28 After (2006)
> Devil in Dub (2007)
> Eight Oh Eight (2008)
> Strange New World of Bernard Fevre (2009)
> Circus (2011)
Ähnliche Künstler:
> Bernard Fevre
> Black Devil
> Pet Shop Boys