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Bloodspot – The Demon (EP)

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von Simon Grünig am Mittwoch, 30. Juni 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: Death/Trash Metal  |  Label: FinestNoise (DE-V)  |  Unsere Wertung: 9.0/10

The Demon EPGoldsegen für Deutschland
Neben Currywurst, einer heroischen Nationalelf und der immer-flimmernden Tatort-Reihe haben die Deutschen ein weiteres starkes Exportgut: das Feingefühl für weltmeisterlichen Metal.

Hier gleich die Vorwarnung: dieses Produkt ist gefährlich. Gefährlich stark. Denn, der Fünfer aus Hessen zündet gleich zu Beginn ein Feuerwerk an Granaten. Ein Pöbel ohne Kompromisse.

Gegründet wurde die Band namens Bloodspot im Jahre 2006. Um die Frage gleich vorneweg zu beantworten: Jawohl, Bloodspot ist verglichen mit dem van Damme-Streifen von damals in etwa gleich blutig und hart. Einige Gefolgsmusiker hat die Truppe bislang ausgewechselt und erreicht damit heute ein spielerisches höheres Niveau respektive, es wehe ein kreativerer Wind – so der bandinterne O-Ton. Vor drei Jahren wurde in Eigenregie ein namenloses Demo – aber nur für engste Angehörige bestimmt – produziert, hat wegen der fehlenden Qualität dieses Produkts aber nie einen Käufer gefunden. Mit The Demon (EP) veröffentlichen die Metaller also ihr Debüt. Irgendwie ein Hauch Göteborg und Bay Area, dennoch eigenständig. Ohne Zweifel ein Donnerwetter-Album! Es poltert und geistert wahrlich auf The Demon: starke Riffs, harte Growls (quasi Trivium ohne Klargesang) und zünftiges Drumming. Eine tief tönende Dampfwalze durchkreuzt die Magengrube bis zur Extase. Trash/Death Metal prügelt in Reinkultur, herrlich. Die Produktion ist ziemlich ordentlich, nein für eine Einsteigerband gar verblüffend kolossal, ausgefallen. Manch Headliner mag auf seinem Rohling nicht so zu klotzen wie es Bloodspot tut. Wie sich die Band wohl live behaupten mag? Eines ist klar: nach einem Live-Gastspiel gehört viel Voltaren-Salbe an den Nackenmuskel.

Schade nur, ist nach dem fünften Liedchen auf The Demon, nach 21 Minuten um genau zu sein, schon Schluss. Dies eben zum grossen Nachteil einer minimalen EP-Scheibe. Doch, umso mehr freuen wir uns auf das erste – richtige – Album von Bloodspot. Fortsetzung garantiert.

Nun, keine Ahnung wie lange es die altgediente Trash-Fraktion (Kreator, Sodom und Destruction) aus Germany noch krachen lässt. Weiss jemand, wie es um Tom, Schmier und Mille gesundheitlich steht? Aber, wer die Szene kennt, weiss, an würdigen Thronfolger wird es mit der rosigen Next-Generation (à la Legion of the Damned oder Heaven Shall.Burn) – und nach Bloodspot einmal mehr – nicht mangeln. Mit der Behauptung: Bloodspot werden die nächsten Weltmeister.

Seit 19. Juli 2010 im Handel.

> Offizielle Webseite > MySpace > Label
Bloodspot
Anspieltipps:
> Alle fünf Tracks

Diskographie:
> The Demon EP (2010)

Ähnliche Künstler:
> Legion of the Damned
> Obituary
> Trivium
> Heaven Shall Burn
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