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- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
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Bonnie "Prince" Billy - Wolfroy Goes to Town

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von Philippe Feer & TheNoise am Dienstag, 27. Dezember 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Singer/Songwriter  |  Label: Domino (Musikvertrieb)

Wolfroy Goes to TownOhne Brille
Was so lustig wie noch nie anmutet, ist in Wirklichkeit aufwühlend und vorsichtig leise  Das Resultat stellt die beiden Autoren aber äusserst zufrieden.

The Noise meint
Die Lieder von Bonnie "Prince" Billy berühren auch deswegen, weil sie schlicht sind. Um das zu erreichen sind sie raffiniert simpel arrangiert.

Leiser geht es kaum mehr, und langsamer auch nicht. „Cows“ etwa ist eine gesungene Geschichte, die teilweise mehr mit Pausen untermalt ist als mit Gitarrenbegleitung. Fast so, also ob die Gitarre nur gezupft würde, damit die Pausen präsenter werden. Das Stück steigert sich und verliert dabei kein bisschen, bevor es, polyphon und leicht schräg, wieder ausklingt. „There Will Be Spring“ fängt ebenso still an, nachdenklich und so zögerlich, als sei es ein erster Versuch. Doch schon nach wenigen Tönen wird klar: mehr braucht es nicht. Aber mehr kann auch ganz schön sein. Das zeigt Bonnie „Prince“ Billy, wenn er die letzten Takte noch mit einem gestrichenen Bass mit einer düsteren Grundierung unterfüttert. Der Grundton des Albums ist melancholisch, das fast schon aufgeweckte „Quail and Dumplings“ eine seltene Ausnahme, ebenso die tänzelnde Gitarre in „Time to Be Clear“.
Bonnie „Prince“ Billy erzählt verschrobene Geschichten und reiht Assoziationen aneinander, denen man nicht immer folgen kann – und auch nicht muss. Man kann zu einzelnen Aussagen seine eigenen Assoziationsketten weiterspinnen und den eigenen Gedanken nachhängen.

Die Zutaten, mit denen Bonnie „Prince“ Billy die intensive Wirkung seiner Songs erzielt, sind einfach und überschaubar: Hier eine zweite, meist hohe Stimme, die eine Aussage verstärkt, dort ein Chorus und immer wieder subtil eingesetzte Instrumente – E-Piano und Harmonium, Mandoline, Gitarre, Bass und Perkussion. Mitunter klingt es, beispielsweise beim Refrain von „New Tibet“, schwer nach Sixties. Zwischendurch mag er, ohne jedoch deren Süsslichkeit zu zelebrieren, auch bei Simon & Garfunkel fündig geworden sein. Referenzen zu finden ist nicht schwer, folgt er doch einer schieren Heerschar von Liedermachern, die mit gleichen Mitteln Gedichte und Botschaften verbreitet haben. Wen man daraus mit leiser Stimme deutlich hört, ist meisterhaft.

Anspieltipps:
> Cows
> Black Captain

TheNoise
vergibt 8.0 Punkte


Philippe Feer
meint:
Er hat sich also für rosa entschieden. Und für einen lustigen Clip zur aufmüpfigen Single "Quail & Dumplings". Doch die schöne Wohnung auf dem Cover birgt auf den zweiten Blick ihre Gefahren und regt an, mehr als einen Gedanken über den Besitzer zu verschwenden. Bei Will Oldhams Musik ist nicht nur die Stimme zerbrechlich, er vertont seit jeher bekannte Gefühle in neuem Licht. Das geläufige Wort "Fuck" erhält beispielsweise eine originelle Anwendung, so dass für den harten Ausdruck eine sonderbares Feingefühl entsteht.

"New Whaling" erinnert ausformuliert an "Master & Everyone, textlich werden Verbindungen zu älteren Songs mehr als angedeutet und vereint: Der Prinz herrschte über seine Songs liess sich gehen. Selbst die Liebe wurde zum Spiel und folglich zum Opfer. Der geschundene Prinz verliert sogar die Macht über seine Gefühle, so dass er sich nur durchs Umherziehen und über den musikalischen Ausdruck über Wasser halten kann.

Im besinnlichen "Time to Be Clear" und ausbrechenden "New Tibet" tritt Sängerin Angel Olsen in unterschiedlichster Weise in Erscheinung. Der sanfte Gesang und der schwere Inhalt sind als Melodien getarnt und ergänzen so perfekt, dass der Eindruck entsteht, dass das neue Album viele der vorgehenden Alben im Schatten stehen lässt. Doch bei der stattlichen Anzahl an Veröffentlichungen, fallen auch die Vorlieben entsprechend  vielfältig aus.

Anspieltipps:

> Time to Be Clear
> New Tibet
> Black Captain

Philippe Feer vergibt 9.0 Punkte


Seit 3. Oktober 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen
> Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Diskographie:
> I See A Darkness (1999)
> Ease Down the Road (2001)
> Master And Everyone (2003)
> Sings Greatest Palace Music (2004)
> Superwolf (mit Matt Sweeney) (2005)
> Summer in the Southeast (2005)
> Brave and the Bold (mit Tortoise) (2006)
> The Letting Go (2006)
> Ask Forgiveness EP (2007)
> Wilding in the West (2008)
> Lie Down in the Light (2008)
> Beware (2009)
> The Wonder Show of the World (mit The Cairo Gang) (2010)
> Wolfroy Goes to Town (2011)

Ähnliche Künstler:
> Mountain Goats
> Phosphorescent
> Alasdair Roberts
> Andrew Bird
> Smog/Bill Callahan
> David Pajo
> Dolorean
> Damien Jurado
> Rocky Votolato
> Sam Amidon
> Postdata
> Christian Kjellvander
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