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Borko - Celebrating Life

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von Magdalena Oehen am Montag, 21. April 2008 in Neuerscheinungen   
Genre: Indie-Electro-Pop
Label: Morr Music
CH-Vertrieb: Namskeio
Unsere Wertung:Borko - Celebrating Life


Nur nicht abheben
Celebrating LifeWäre Brecht noch am Leben, er würde Borko mögen.

Spricht man im Zusammenhang mit Musik von Island, werden stets die gleichen illustren Namen genannt: Da wären Sigur Rós und Múm mit ihrer sphärischen Traummusik und natürlich Björk, die seit Jahrzehnten mit ihren avantgardistischen Spielereien für Aufsehen sorgt.
Zu den berühmten Exporten der Atlantikinsel darf sich vielleicht auch Borko bald zählen. Dessen Debüt „Celebrating Life“ scheint sich auf den ersten Blick nahtlos in die Reihen der isländischen Naturmusiker zu fügen. Er fabriziert Klangwelten, die dem Zuhörer die landschaftliche Idylle Islands nahebringen, Songkonstrukte, die sich aus einem einsamen Geräusch zu vollen Klangwuchten entwickeln. Borkos wichtigstes Hilfsmittel ist dabei der Synthesizer, dem er die schönsten und gleichzeitig skurrilsten Geräusche zu entlocken vermag. Natürlich dürfen auch Gitarre, Streicher und Glockenspiel zum rundum gelungenen Hörerlebnis nicht fehlen, anders als seine bereits etablierten Kollegen scheint ihm dabei aber jeglicher Pathos abhanden gekommen zu sein. Stets schwingt eine feine Ironie mit in seinen Songs, seien es die fernöstlichen Melodien und Instrumente von „Sushi Stakeout“, die lautmalerischen Spielereien in „Shoobaba“ oder das Vogelgezwitscher im Hintergrund von „Spoonstabberinn“, das bei genauerem Hinhören auf einmal eine leicht metallische Qualität annimmt. Es scheint, dass Borko uns mit schelmischem Augenzwinkern darauf aufmerksam machen möchte, dass wir einem bärtigen Bär von einem Mann beim Musizieren zuhören und keinen filigranen Elfen. Inmitten von Schwerelosigkeit auf dem Boden bleiben, das ist die Devise.
Borko hat sich mit seinem epischen Erstlingswerk einen besonderen Rang unter Islands Musikern verdient: denjenigen des schelmischen Genies. Bleibt zu hoffen, dass sich sein Ruf auch bald bis aufs Festland ausbreitet.


Seit 10. März 2008 im Handel.

Anspieltipps:
Spoonstaberinn, Sushi Stakeout,
Trackliste: 1) Continental Love; 2) Spoonstabberinn; 3) Shoobaba; 4) Sushi Stakeout; 5) Dingdong Kingdom; 6) Summer Logic; 7) Doo Doo Doo; 8) Hondo & Borko
similar artists: Sigur Rós, Múm

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Der Kopf hinter Borko ist Björn Kristjánsson. Bevor der Isländer das Projekt Borko gestartet hat, produzierte er Musik für Theater sowie modernen Tanz. „Celebrating Life“ ist sein Debüt-Album.

Borko
Diskographie:

> Celebrating Life (2008)



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