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Zukunftsmusik
12.5.
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19.5.
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Boy Omega – The Black Tango (2006)

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von Florentin Jäggi am Mittwoch, 29. März 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Singer, Songwriter
Label: Cargo
CH-Vertrieb: -
Unsere Wertung:Boy Omega – The Black Tango (2006)

Kein Alpha-Tierchen
Boy Omega – The Black Tango (2006)“Hello. My name is Martin and I'm from Sweden…I'm a night owl and I love the sound of rain smattering against my windows… Recently I finished the recording of my second full-length "The Black Tango". It sounds pretty different compared to the debut album, and that's how I want my music to be. Constantly changing and evolving.”

„All The Best DJs Are Saving The Slowest Song For Last”, erkennen Jimmy Eat World. Damit könnten sie etwa einen Song wie “Blocks” von Boy Omega meinen. Ein letzter Tanz, ein verlorener Blick ins leere Glas. Doch lassen wir den Storyteller zu Wort kommen: „Give me peace or a piece of ass / that I can use to dance the pain away / the pain I didn’t choose / there’s love in the air, the preacher  sang / drink up your wine, you can use my bed / if you wanna sleep well tonight.“

Boy Omega hat schätzungsweise 200 Eigenkreationen auf seinem Kompi, sagt er. Von diesen haben nun 20 den Weg auf „The Black Tango“ gefunden. Ob mittels Zufallsgenerator oder nicht, weiss wohl nur er selbst oder vielleicht der liebe Gott, falls es so was gibt (Linktipp: www.kathtreff.org). Hördurchgang um Hördurchgang, Stück um Stück, fügt sich das Album zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. Das ist es zu Beginn nicht wirklich. Die Platte wirkt vorerst unfertig, ja beinahe unprofessionell. Dafür verantwortlich zeigen sich nicht zuletzt die ziemlich sinnfreien aber prinzipiell nicht störenden instrumentalen Intermezzi. Sie sorgen dafür, dass dem Album der Anreiz einer B-Seiten-Sammlung anhaftet. Schlafzimmer-Aufnahmen, Lo-Fi und so. Auch die ziemlich labil und unschuldig wirkende Stimme ist dabei nicht ganz unschuldig. Jeder Ton aus dem Mund von Boy Omega erscheint als Anstrengung, als leidenschaftliches Ringen mit sich selbst, ein Wiedererleben und  Revue-Passieren von traumatischen Erlebnissen. Martin Gustafsson besticht mit Vielfalt statt Einfalt und zeigt, dass man im Songwriter-Metier kreativ sein darf, soll und muss. Mellotron, Glockenspiel, Handclaps, Drumcomputer und andere Klangquellen unterstützen seine Klampfe und sein fragiles Stimmchen. Im sterbensschönen „By Midnight We’ll Give It A Go” wird die Gitarre  schon fast in Dashboard Confessional-Manier bearbeitet. Schwere Akkordarbeit, also.

Was bleibt? Es sind vor allem Songs wie „Safety Net“,  dreiminütige, musikgewordene Definitionen von Kleinod. Martin Gustafsson mag nicht so brillant und eigenständig sein wie andere skandinavische Leidensgenossen. Sein Picking ist nicht so fingerfertig und elegant wie das von José González, seine Spielereien sind nicht so cool wie die eines Jens Lekman. Boy Omega ist in erster Linie ein Sympath, viele seiner Songs berühren und das ist das Wichtigste.
„My favorite time of year is autumn, or fall”. Erraten!


Seit 17. März 2006 im Handel.

Anspieltipps: Blocks; By Midnight We’ll Give It A Go; Safety Net
Trackliste: 1) The Black Tango Awakening 2) Blocks; 3) Fool Around; 4) A Flash In The Tunnel; 5) Somewhere I’m Human; 6) Out Come The Knives; 7) By Midnight We’ll Give It A Go; 8) Flames From The Black Tango; 9) I Name You Isolation; 10) Fetch, Boy! Fetch! 11) Safety Net; 12) Open The Door, Grigori; 13) Rescue Me, Pianohead; 14) Explode; 15) Leafless; 16) The Claw; 17) If Only; 18) The Last Call; 19) The Black Tango Gathering; 20) Nobody’s Fault
similar artists: Bright Eyes , Elliott Smith, Kristofer Åström, Jens Lekman, José González

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label

Bio:
Als Martin Gustafsson im Alter von zwölf Jahren beim Fussball-Training ein Bein bricht, entscheidet er, sich von nun an der Musik zu widmen. Nach einem gescheiterten Versuch „Pro-Skater“ zu werden, gründet er zuerst mit seinem Bruder eine Band, später mit einem Kollegen die Gruppe Labrador. Unter dem Pseudonym Boy Omega schreibt er Songs seit 2000/2001. Im Jahre 2004 erscheint sein Debüt „I Name You Isolation“, welches unter anderem in seiner und der Wohnung des Bruders aufgenommen wurde. Das Erstwerk ist stärker am klassischen Songwriting orientiert als sein aktuelles Album „The Black Tango“

Boy Omega
Diskographie:
> I Name You Isolation (2004)
> The Black Tango (2006)


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