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Playlist: Eno
Eno









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- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

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- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
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Calc - Twelve Steps To Whatever (2005) (Vicious Circle/RecRec)

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von Andreas Scheuber am Sonntag, 1. Mai 2005 in Neuerscheinungen   

Es werde Licht

Calc - Twelve Steps To Whatever (2005) (Vicious Circle/RecRec) Calc machen einem mit "Twelve Steps To Whatever" das Leben als Rezensierender nicht allzu einfach. Über gute Musik gut zu schreiben ist weit schwieriger, als schlecht zu schreiben über schlechte Musik - ein Versuch sei trotzdem erlaubt.

Kaum in einer anderen Sparte ist es für Künstler wahrscheinlich vergleichbar schwierig, aus der unüberschaubaren Masse hervorzustechen, wie im Pop-Rock-Geschäft. Nirgends gibt es eine derart grosse Anhäufung von, man möchte sagen, stinkendem Mist, der an Beleidigung der Begründer dieser Szene grenzt. Die einst blühende Wiese wird gnadenlos mit blödsinnigem Quatsch zugedeckt, ja förmlich zugepflastert. In Entwicklung befindliche Pflanzen verschwinden unter meterhohem Nichts, ohne auch nur einen einzigen überlebensnotwendigen Sonnenstrahl abbekommen zu haben. Mit Schaufel und Spitzhacke muss der Dreck mühevoll nach solchen Pflänzchen durchwühlt werden, um mit etwas Glück zu retten, was zu retten ist. In seltenen Fällen kann es tatsächlich geschehen, dass eine noch blühende Blume gefunden wird, so geschehen mit Calc.
Die Franzosen geben Raum für ein Time-Out. Um böse Geister fernzuhalten wird nach dem Eintreten das Tor sofort wieder verschlossen, eine brennende Fackel verleiht der Szenerie eine angenehme Wärme und lässt die Schatten wilde Tänze vollführen, in der Luft liegt eine mystische Spannung. Der erste der zwölf angekündigten Schritte wird nächstens erfolgen - oder war dies bereits der erste? Pop-Folk-Rock beschreibt das dichte Klangpacket, das einen in diesem Raum herzlich empfängt, wahrscheinlich am ehesten. Die geisterhafte Stimmung schlägt mit "Suicide Gurls" in eine beinahe ausgelassen fröhliche um, die Gitarrenklänge klingen vertraut, als würden sie einen bereits das ganze Leben begleiten. Jeder einzelne Track ist aufwändig zu einer ganzen Einheit verwoben, die den Hörenden aber dennoch Luft zum Atmen lässt. Die zugrunde liegende Wärme und die dadurch ausgestrahlte Ruhe bieten Nährboden für gedankliche Exzesse, für Schritte, die irgendwohin führen. Calc sind fähig, die Spannung über die gesamte Spielzeit ohne gravierende Einbrüche zu halten und überraschen immer wieder mit eingängigen Schrittfolgen. Auch aufkommende Wolken vermögen dieses Panorama nicht zu trüben, so dass diese sich rasch wieder verziehen und die kleine Pflanze glücklich mit der Sonne um die Wette strahlen kann, um möglichst lange zu überleben. Speziell sei zum Schluss noch Schritt Nummer fünf "The Secretive Show" erwähnt - klein, aber oho!


Seit 25. April 2005 im Handel.

Anspieltipps: Our Secret Key Chest, Suicide Gurls, The Secretive Show, Cheap Monologue
similar artists: Elliott Smith

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Calc haben 1999 mit ihrem Album "Something Sweet" erstmals auf sich aufmerksam gemacht. Julien Pras (Lead), Mathieu Le Gall (Keyboards), Hugo Berrouet (Drums), David Argelies (Guitar) und David Lespes (Bass) poppen englisch und folken amerikanisch, auf "Twelve Steps To Whatever" zum vierten Mal.

Calc - Twelve Steps To Whatever (2005) (Vicious Circle/RecRec)
Diskographie (Auswahl):
> Something Sweet (1999)
> Great Fun (2000)
> Any Dawns At All (2002)


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