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Caliban – The Undying Darkness (2006)

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von Michael Rothen am Freitag, 17. Februar 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Melodic Metal-Core
Label: Roadrunner Records
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung: Caliban – The Undying Darkness (2006)

Winterloch zum zweiten!
Caliban – The Undying Darkness (2006) Die Vertonung des Unterhaltungswerts eines Blondinen-Witzes.

Konklusion:
Papa Roach-Gitarrenriffs abgewechselt mit Hau-Drauf-Licks, gepfeffert mit Doublebassdrum-Gewitter und abgeschmeckt mit Schweinchengrunzgesang – alles in allem die fadesten Büchsenravioli seit langem; 15 Jahre post Verfalldatum, mindestens. Blähungen vorprogrammiert. Der vorige Papa Roach-Vergleich ist tragischerweise noch das Beste daran.
Einzige Highlights dieser komplett bis ins letzte Detail uninspirierten und plagiativen Platte sind der nicht zu stark getriggert klingende Drum-Sound und die ungewöhnlicherweise nicht rasierapparat-artig surrenden Gitarrenwände und damit hat es sich dann auch schon wieder (Produktion: Anders Friden von In Flames). Ein musikalisches Grundrauschen ab Song Nr. 2 bis Zeitpunkt 42:39.
Kurzer Einschub:
Hat denn der pseudo-intelektuelle Schreiberling überhaupt eine Ahnung von Metal und Böse und so? Ja, hat er. Aufgewachsen mit Slayer, Celtic Frost, Voivod, Metallica (bis „...And Justice For All“) und Megadeth (bis „Rust In Peace“), upgedatet mittels Testament, Fear Factory, Kreator (Mille Petrozza „singt“ übrigens bei Track 11 mit – hilft aber nichts) und Brujeria. Letztens überrascht von der „neuen“ Slipknot. Ein wenig Hochstromgitarre darf ab und an schon sein, es sei denn es hat was...
Es ist mir gänzlich unerklärlich, wie das renommierte Label Roadrunner Records auch nur einen Pfennig oder Cent in das mir vorliegende Produkt stecken kann, resp. konnte! Es stellt sich mir ganz ernsthaft die Frage, warum eine Band wie Caliban (handwerklich begabt, sicherlich) auf dem Roadrunner-Roster sein kann; bieten diese Musiker heute doch nichts aber auch rein gar nichts mehr, als antiquierten, bereits x-fach vorher vertonten, fern ab jeder Eigenständigkeit dümpelnden Knüppel-Metal-Core mit anbiedernden Cleangesangsrefrains. Echt nichts gegen das Genre an sich; aber nicht so – so einfach nicht!
Outro:
“Intro” – so nimmt das ganze Unheil seinen tragischen Lauf; “I Rape Myself” – nein, echt nicht nur dich; “Song About Killing” – ja, eure Inspiration und meine Nerven; “It’s Our Burden To Bleed” – nach dieser Platte vollkommen gerechtfertigt; “Nothing Is Forever“ – zum Glück auch, nach tragischen 42:39 ist endlich Schluss; “Together Alone” – so muss man sich wohl als Urheber dieses Outputs fühlen; “My Fiction Beauty” – tja, ganz realistisch betrachtet, ist das Neue hier auch eher wirklich wüst; “No More 2nd Chances“ – somit wäre dies wohl eure letzte Scheibe gewesen; „I Refuse To Keep On Living“ – hopp, auf die Couch; „Sick Of Running Away“ – die Erklärung des Stillstands mit zeitgleichem Rückschritt; „Moment Of Clarity“ – und doch nichts daraus gelernt; „Room Of Nowhere“ – Abstellzimmer für weitere musikalische Verbrechen dieser Art.
Ripoff, als hätten sie’s selbst geahnt!


Ab 24. Februar 2006 im Handel.

Anspieltipps:
keiner wirklich – na ja, vielleicht “Intro”
Trackliste: 1) Intro; 2) I Rape Myself; 3) Song About Killing; 4) It’s Our Burden To Bleed; 5) Nothing Is Forever; 6) Together Alone; 7) My Fiction Beauty; 8) No More 2nd Chances; 9) I Refuse To Keep On Living; 10) Sick Of Running Away; 11) Moment Of Clarity; 12) Room Of Nowhere
Similar artists: Killswitch Engage, As I Lay Dying

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Caliban – Name entliehen bei Shakespeares „Sturm“ – entstanden 1997 im Ruhrpott unter dem Namen Never Again. Nur gerade mal ein Zweisongdemo war von Nöten, um bereits 1998 auf dem heiss gehandelten Hardcore-Label Lifeforce Records die Debut-EP Caliban veröffentlichen zu können. Der Stein kam ins Rollen. Unzählige Shows in ganz Europa (u.a. als Opener für Morning Again, Earth Crisis und Cro-Mags) und das 1999 veröffentlichte Ausnahme-Full-Length-Debut „A Small Boy And A Grey Heaven“ traten ihnen die Tür zu Ruhm und Ehren auf. Es folgten Auftritte an bekannten Festivals wie das Beast Fest in Yokohama, Hellfest in New York sowie zwei US-Touren. Die Schwerstarbeit wurde belohnt: Im Jahre 2004 unterschrieben Caliban für „The Opposite From Within“ bei Roadrunner Records, dem Metal-Label überhaupt.
Heuer geht’s – den Zenit bereits überschritten – leicht mainstreamiger weiter, tieferes Gegrunze angereichert mit cleanen Refrains.

Caliban – The Undying Darkness (2006)
Diskographie:
> The Undying Darkness (2006)
> The Opposite From Within (2004)
> Shadow Hearts (2003)
> Vent (2001)
> The Split Program [Split EP] (2000)
> A Small Boy And A Grey Heaven (1999)
> Caliban [EP] (1998)


» 1 Kommentar
1"also ehrlich..."
am Sonntag, 11. April 2010 14:10von Butthead
vllt is der autor dieses artikels ja mit guter musik aufgewachsen... jedoch eine gute band wie caliban kann man doch nich so stark kritisieren. es gibt leute die diese musik gerne hören und es besser finden also den ganzen oldie rock... 
für mich ist die bewertung einfach unr schwachsinn..
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