News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Cass McCombs – Wit's End

Drucken E-Mail
von Philippe Feer am Dienstag, 3. Mai 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Singer/Songwriter  |  Label: Domino (Musikvertrieb)  |  Unsere Wertung: 8.0/10

Wits EndWieder ins Loch gefallen
Cass McCombs ist am Ende, er weiss nicht mehr weiter. Dies behaupten jedenfalls Titel und Musik. Doch der Gute fällt so langsam und bedächtig, dass das Zusehen und Zuhören furchbar interessant wird.

„Wit's End“ funktioniert bei mir dort, wo viele andere Alben scheitern. Ich kann die Musik im Hintergrund laufen lassen und bin ohne Probleme wieder mittendrin und begeistert. Die Taktik ist simpel: Es sind acht langatimige und brutal schwere Songs von einer prächtig traurigen Stimme getragen, die anfangs immer einen leichten Energieschub erfahren und dann langsam in sich zusammen fallen.

Man versteht das Glücksgefühl vom Vorgänger "Catacombs" erst, wenn man die unendliche Trauer von "Wit's End" gehört hat - das ändert die Tatsache jedoch nicht, dass ich "Catacombs" gnadenlos unterschätzt habe. Ein weiterer irritierender Unterschied besteht darin, dass "Wit's End" deutlich komplexer instrumentiert ist. "Catacombs" hatte viel Folk, helle Gitarren und ein harmonische Drums, "Wit's End" ist ein einziges Trauertal.

Der Opener "County Line" erhält dank dem Falsettgesang und  kleinen Spielereien vor allem Gefühl und sogar ein bisschen Witz.  Deutlich erdrückender ist der Trott von "The Lonely Doll", das ganz stark an den näselnden Schwermut von Leonard Cohen erinnert. Die berührende Stimme in der schweren Einheitsmelodie macht es aber noch eine Spur trauriger. Das folgende "Buried Alive" traut sich dann zu fast nichts mehr und bleibt oft im stimmungslosen Refrain stecken. "Saturday Song" ist noch schlimmer. Gute Nacht.

Erst das wundervolle "Memory's Stain" erhebt die Stimme wieder und ist ein regelrechtes Wechselbad der düsteren Stimmungen.  Die grosse Trauer zum Abschluss des Songs und die verzweifelten effektvollen Übergänge ziwschen den realitätsgwandten Strophen: McCombs spielt, werkelt, künstelt geniesst und lotet aus, was man mit dem Genre Pop alles treiben kann. "Hermit's Cave" geht dann für den schöngeistigen Hörer doch zu weit und das wuchtige Schlagen über dem verzweifelten Säuseln erinnert an Scott Walkers Tortur und das Schweinebauchschlagen auf "The Drift". Gerade rechtzeitig springt er wieder in die Melodie.

Zum Schluss folgt mit "A Knock Upon the Door" der ausufernde Abschluss. Und - oh Wunder! - der Folk von "Catacombs". Zwar kein Seelenbalsam und auch keine Hoffnung, nur die Gewissheit, dass man am Boden angekommen ist. Cass McCombs mag graphische und sprachliche Spielchen mit seinem Namen und verwirrende Konzeptalben, auch ein bisschen gekünstelt kommt seine Musik daher. Es lohnt sich aber, darin einzutauchen - solange man noch aus dem Loch rauskriechen kann.

Seit 8. April 2010 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:

> County Line
> Memory's Stain
> A Knock Upon the Door

Diskographie:
> A (2004)
> Prefection (2005)
> Dropping the Writ (2007)
> Catacombs (2009)
> Wit's End (2011)

Ähnliche Künstler:

> The Magnetic Fields
> Jens Lekman
> Scott Walker
> Belle & Sebastian
> Morrissey
> Leonard Cohen
> The Go-Betweens
> Richard Hawley
> Andrew Bird
> Smog
> Matt Elliott
> Antony & the Johnsons
> Destroyer
» 2 Kommentare
1"que sais-je?"
am Mittwoch, 4. Mai 2011 12:49von nico
okay. versteh' ich nicht. das album klingt für mich wie ein einziges langgezogenes und unheimlich ermüdendes "blaaah".
2Kommentar
am Samstag, 14. Mai 2011 12:10von Nudel
Das Album ist ein Traum... Habs auf Vinyl und habe mich schon unzähloige Male in fremde Welten abdriften lassen. Wunderschön und nicht so hektisch wie die bisherigen Sachen von ihm....
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >