Criteria – When We Break (2005) (Saddle Creek/RecRec) |
|
|
| von Philipp Gautschi am Montag, 12. September 2005 in Neuerscheinungen | |
![]() Schon oft gehört und immer noch nicht überzeugend Amerikanische Bands kennenzulernen, vergleiche ich mittlerweile mit Lottospielen. Selten landet man den 6er (Modey Lemon, Mars Volta, Interpol), meistens jedoch zieht man die Niete. Im Falle von Criteria kann man sich über einen 3er freuen und bekommt wenigstens das investierte Geld zurück. Stimmlich missfällt das Produkt sehr rasch, es tönt mal wieder exakt nach endgültig abgeschriebenem Highschool-Teeniepunk à la Sum 41, Blink 182, Simple Plan etc., sehr schade. Hundsnormales Gequietsche, das stark an Herrn Holland von Offspring erinnert, und mittelprächtige Melodien dominieren. Emo-Rock wie er meistens in Bilderbüchern oder Konservendosen anzutreffen ist. Besser wird’s dann erst so gegen Albummitte, zwar nicht gesanglich, jedoch spielerisch. Die Musikanten haben schliesslich schon einiges an Erfahrung in anderen Saddle Creek-Bands gesammelt und zeigen hier, dass sie sehr präzise und rhythmisch anspruchsvoll zusammenspielen können. ’’Salt in Game’’ und ’’Self Help’’ erreichen beinahe die rhythmische Perfektion von Honey For Petzi, natürlich lange nicht deren Anspruch, Vielfältigkeit und individuelle Stärke. Blöderweise lenkt der jammernde Gesang vom stark Gespielten ab. Mit Rhythmik wird schlau gespielt, Spannung aufgebaut und dann glücklicherweise nicht einfach losgeprügelt, sondern dezent, akzentuiert, manchmal schön gitarrenlastig musiziert. Aber eben, mehr gesanglose Teilstücke, vielleicht längere, ausbordendere Soli täten dem Album sehr gut, um sich ein bisschen mehr vom typisch Amerikanischen zu entfernen und der wahrscheinlich anspruchsvolleren europäischen Zuhörerschaft etwas näher zu kommen. (Obwohl dies wohl kaum das Ziel der Band ist.) Seit 23. August 2005 im Handel. Anspieltipps: Self Help, Salt in Game similar artists: Weezer, Sum 41 > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Der aus Omaha stammende Kopf und Gründer der Band, Stephen Pedersen, hat hier ein weiteres, eigentliches Ein-Mann-Projekt grossgezogen. Schon Bands wie Cursive oder the White Octave entstammten seinen Ideen und hatten in den Staaten mässigen Erfolg. Der Jura-Student brach seine Arbeit in der Kanzlei ab und widmet sich nun zusammen mit Bassist AJ Mogis (Stammproduzent aller Saddle Creek-Bands), Schlagzeuger Mike Sweeney (Beep Beep) und Gitarrist Aaron Drurey ganz der Rockmusik. Diskographie: > En Garde (2003) > When We Break (2005)
» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|





