News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Dakar & Grinser - Triumph Of Flesh (2005)

Drucken E-Mail
von Severin Bellwald am Montag, 16. Januar 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Techno
Label: Disko B
CH-Vertrieb: RecRec
Unsere Wertung: Dakar & Grinser - Triumph Of Flesh (2005)

Wenig triumphal
Dakar & Grinser - Triumph Of Flesh (2005) Der Soundtrack zur nächtlichen Autobahnfahrt. Beats, so kreativ und begeisternd wie die Leitplanke links, Loops wiederholen sich in den Abständen der weissen Pfosten rechts und alles verschwindet so schnell in der Dunkelheit, wie es aufgetaucht ist.

Letztendlich entsteht Kunst durch die Interpretation des Bewunderers. Je mehr darin zu erkennen ist (zu sein scheint), desto meisterlicher das  Kunstwerk. Auf dem Weg der Deutung schweift man oft weit vom Ursprung ab und letztendlich geht es mehr darum, zu welchen Gedanken ein Werk seinen Betrachter inspiriert, als darum, was es effektiv darstellen soll. Da "Triumph Of Flesh" kein gefällig leichtes Hörvergnügen ist, steckt dahinter entweder etwas, das nicht beim ersten Hinhören zu erkennen ist oder es ist schlicht keine gelungene Musik. Die Entscheidung, welche dieser beiden Möglichkeiten zutrifft, hat wohl jeder für sich selbst zu treffen. Auf dem Weg zu dieser Antwort stellt sich aber vor allem eine Frage: Was bringt einem auf die Idee, dass eine CD, die nicht auf Anhieb gefällt, dennoch die Mühe wert ist, sich näher mit ihr auseinander zu setzen? Es braucht eine spezielle Komponente. Etwas Geheimnisvolles oder Einzigartiges, das neugierig macht.  Etwas, in dem ein Potenzial lauert, welches man vorerst nur erahnen kann. Schönheit, die zuerst freigelegt werden muss. Sollte diese sich tatsächlich irgendwo auf der Scheibe finden lassen, dann ist sie so perfekt verborgen, dass jeder Tarntrupp daneben wie ein Leuchtfeuer in der dunklen Nacht erscheint.
Elektronisches Gesäusel, unpersönlich und durchwegs schnell vergessen, lieblos dahingeknopfdruckt, geprägt von scheinbarer Ideenarmut.  Manchmal werden nur dieselben zwei Sekunden minutenlang wiederholt, manchmal gesellt sich monoton-dunkler Gesang dazu. Vielleicht wären sogar interessante Texte zu hören, diese werden aber so uninspiriert cool zwischen das elektronische Geblubber gegähnt, dass man gar keine Lust hat, richtig hinzuhören. Positiv fallen "Making A Slip" und "Better Times" auf, die immerhin eine gewisse Energie und Dichte aufbringen. Der Rest der Tracks begnügt sich oft mit allzu simplen, schwerfälligen Beats, die langsam durch die  klangliche Einöde geschleppt werden. Vieles wirkt, als wäre es in kurzer Zeit mit einem Standardprogramm am PC gemixt worden und ist dementsprechend wenig reizvoll.
Das grösste Problem der Scheibe ist, dass sie zu nichts wirklich zu taugen scheint. Die Musik (die meinem Begriff von "Musik" in vielem nachsteht) ist nicht unbedingt tanzbar, hat weder Melodie noch Rhythmus oder Atmosphäre zu bieten, noch scheint sie auf andere Weise konstruktiv anregend zu sein. In einem Wort: Langweilig.


Seit 31. Oktober 2005 im Handel.

Anspieltipps:
Making A Slip; Better Times
Trackliste: 1) Queen Of Bang; 2) 25 Reptile; 3) Making A Slip; 4) Better Times; 5) Dreams, Drugs, Nightmares; 6) Triumph Of Flesh; 7) Wild Romance; 8) Slick At Heart; 9) Come And Get Me; 10) Betting On The Muse; 11) Inspiration
similar artists: Keine Ahnung. Klingt wie ein vertonter Bildschirmschoner oder die Beispiel-Themes eines Discomusikprogramms für den PC.

> Hören und Kaufen > Label > CH-Vertrieb

Bio:
"Triumph Of Flesh" ist das zweite Studioalbum des deutschen Duos Christian Kreuz (Dakar) und Michael Kuhn (Grinser). Die beiden DJs aus dem Ultraschallclub in München veröffentlichten 1996 mit der EP "Shot Down In Reno" ihre erste Zusammenarbeit. Mit den folgenden EPs und ihrem Debütalbum "Are You Really Satisfied Now" aus dem Jahr 2000 machten sie sich vor allem in der Electro- und Discoszene einen Namen als innovative Experimentierer. Nachdem die beiden zwischenzeitlich mehr ihre eigenen Projekte verfolgten, schlossen sie sich 2005 erneut zusammen und präsentierten im Herbst ihren Zweitling, der wiederum mehrheitlich positiv aufgenommen wurde.

Dakar & Grinser - Triumph Of Flesh (2005)
Diskographie:

> Shot Down In Reno (EP/1996)
> There Ain`t No Turning Back (EP/1997)
> Take Me Naked (EP/1999)
> Are You Really Satisfied Now (2000)
> Stay With Me E. P. (EP/2000)
> 25 Reptile (EP/2005)
> Triumph Of Flesh (2005)


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >