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Diverse - In The Mind of Nitin Sawhney

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von Tobias Imbach am Dienstag, 24. Juli 2007 in Neuerscheinungen   
Genre: Diverses
Label: District 6
CH-Vertrieb: Namskeio
Unsere Wertung:Diverse - In The Mind of Nitin Sawhney


Reise in Gedanken
In The Mind of Nitin SawhneyFilm-Klassiker, Elektronik-Perlen und Weltmusik von Indien bis Spanien verbindet Sawhney auf seiner jüngsten Zusammenstellung.

Das britische Label District 6 lässt für die Eröffnung ihrer neuen Sampler-Reihe Nitin Sawhney an die Regler. Der Brite, der zurzeit an seinem achten regulären Album werkelt, gilt spätestens seit dem meisterlichen “Beyond Skin“ als einer der interessantesten und vielfältigsten Köpfe innerhalb der britischen Electronica/Fusion-Szene. Neben seinen regulären Alben und dem Schreiben von Soundtracks (etwa zum Kinojahr-Highlight “The Namesake“) bewies er bei der äusserst gelungenen 15. Ausgabe der Fabriclive-Reihe auch viel Geschick beim Kompilieren.

Einen Blick in seine Gedanken und damit eine Reise rund um den Globus bietet nun die erste Folge von “In The Mind of …“. Was mit smartem Hip Hop aus der Ninja Tune-Ecke beginnt (One Selfs ausgezeichnetes “Be Your Own“) landet über sonnigen R’n’B (D’Angelo) und den besten Trip Hop-Song aller Zeiten (Massive Attack) bei Bernard Hermans genialem Theme zu Hitchcocks “Psycho“. Nicht nur seit Sawhneys bestem Stück “Homelands“ weiss man auch um seine Liebe zum Flamenco – die andalusische Folksmusik ist mit zwei hochkarätigen Stücken von Ojos De Brujo (modern) und Paco DeLucia (klassisch) prominent vertreten.
Absolut fantastisch ist der Track von Nuyorican Soul. “I am the black gold of the sun“ des Masters At Work-Nebenprojekts geriet im neunminütigen Remix der Londoner 4Hero zu einem der schönsten Stücke der ganzen Nu-Jazz/Broken Beats-Welle. Genauso fantastisch ist auch das nächste Stück. Die Schweden Koop zieht es schon seit längerem unüberhörbar ans Mittelmeer, aber nie wurde das in so wunderbarer Weise offenbar wie in dem fantastischen Titelstück ihres ersten Albums “Waltz For Koop“. Wie ein warmer Sommerwindstoss (und wirklich nur wie das) wirken hier die geniale Kontrabasslinie und besonders die Streicher.
Nur die Wahl von Bob Dylans “Blowin In The Wind“, das diesen sehr persönlichen Einblick abschliesst, mag vielleicht etwas irritierend wirken, macht aber durchaus Sinn.
Dass die 14 Stücke auf “In The Mind Of …“ trotz aller Vielfältigkeit wie aus einem Guss wirken, ist bei Nitin Sawhney nicht verwunderlich – schliesslich verband er die hier präsentierten Fragmente auf seinen Alben in vergleichbar meisterlicher Weise zu einem einzigartigen Amalgam. Hauptsächlich ein Muss für Fans des Soundtüftlers.


Seit  24. April 2007 im Handel.

Anspieltipps: Massive Attack – Teardrop, Paco de Lucia – Almoriama, Nuyorican soul - I am the black gold of the sun (4Hero mix)
Trackliste: 1) One Self - Be your own; 2) D'Angelo - Brown Sugar; 3) Fink - Biscuits; 4) Nitin Sawhney  - Fragile Wind; 5) Massive Attack -  Teardrop; 6) Nusrat Fateh Ali Khan - Mustt Mustt (Massive Attack Re-Mix); 7) Air - Run; 8) Bernard Herman & London Philharmonic Orchestra - Psycho; 9) Ojos de Brujo - Memorias Perdias; 10) Paco de Lucia - Almoriama; 11) Nuyorican soul - I am the black gold of the sun (4Hero mix); 12) Koop - Waltz for Koop; 13) Nitin Sawhney - Songbird (Zero ID mix); 14) Bob Dylan – Blowin’ In The Wind
similar artists: -

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:

Der 1964 geborene Brite indischer Abstammung wuchs im englischen Kent auf und spielte schon in jungen Jahren Instrumente wie Klavier, Sitar, Tabla und Gitarre. Während der Zeit an einer Grammar School in Kent wurde Sawhney Opfer von rassistischer Unterdrückung seitens Mitgliedern der National Front – unschöne Erlebnisse, deren Eindrücke später auch in Sawhneys Musik einfliessen sollten.

Während seines Studiums an der Liverpool University traf er seinen alten Schulfreund James Taylor wieder, worauf Sawhney zusammen mit den Jazz-Funkern seines Quartetts tourte. Wenig später kollabierte Sawhney mit Talvin Singh und gründete mit den Jazztones eine eigene Band. 1993 veröffentlichte Nitin Sawhney mit “Spirit Dance“ auf seinem eigenen Label sein Debüt. Der grosse Durchbruch folgte 1999 mit dem hervorragenden “Beyond Skin“, das bis dato als sein bestes Album und das Meisterwerk des Asian Underground angesehen wird.
Seitdem zählt er zu den talentiertesten und originellsten Produzenten innerhalb der elektronischen Szene Englands. Er betätigt sich des Weiteren auch als Komponist von Scores, Schauspieler und Autor.

Nitin Sawhney
Diskographie:

> In The Mind Of... (2007)
> Philtre (2005)
> All Mixed Up (2004)
> Fabric Live 15 (2004)
> Human (2003)
> Prophesy (2001)
> Beyond Skin (1999)
> Displacing the Priest (1996)
> Migration (1995)
> Spirit Dance (1994)


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