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Eddie Vedder - Ukulele Songs

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von Michael Messerli am Montag, 30. Mai 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Singer/Songwriter  |  Label: Universal  |  Unsere Wertung: 4.5/10

Ukulele SongsHüpfender Floh
Der selbsternannte Surfer packt sich eine Ukulele und spielt kleine Oden. Wer jetzt an Jack Johnson denkt, liegt daneben. Wir sprechen vom Sänger einer ganz grossen Rockband.

Eddie Vedder ist hauptamtlich Frontmann bei Pearl Jam. 2007 hat er aber bereits mit dem Soundtrack „Into the Wild“ zum gleichnamigen und absolut grossartigen Film bewiesen, dass er es auch auf Albumlänge ohne die anderen kann. Als man erfuhr, dass er sein zweites Soloalbum ausschliesslich auf der Ukulele spielt, war das erst einmal nicht komplett seltsam. Nur ein bisschen. Vor allem der Albumtitel. Und die Fotos eines grossen Mannes des Rock mit dem kleinen Instrument. Selbstironie? Symbolik? Dass Vedder nicht mit „Over the Rainbow“ um die Ecke kommen würde, das war klar. Dafür aber mit „Dream a Little Dream“. Schliesslich gibt es auf dem 2000er Album „Binaural“ von Pearl Jam den Song „Soon Forget“, bei dem die Ukulele in der Hauptrolle bereits debütierte. Der Song ist nicht schlecht, aber gleich sechzehn davon? Vedder holt aus dem kleinen hölzernen Zupfinstrument das eine oder andere heraus, was es hergeben mag. Sein zweites Soloprojekt aber wirft keine grossen Wellen und erschüttert keine Palme, vielmehr plätschert es vor sich hin.

Während „Can’t Keep“ schon nicht unbedingt der beste Pearl-Jam-Song war, vermögen wenigstens die Eigenkompositionen „Without You“, „Longing to Belong“ und insbesondere „Sleeping by Myself“ zu überzeugen. In „Longing to Belong“ ist ein Cello zu hören, neben dem einen oder anderen Gastgesang die einzige Abwechslung. Desweiteren finden sich auf „Ukulele Songs“ vier Coverversionen, bei denen vor allem „Sleepless Nights“ positiv in Erscheinung tritt. Mag sein, dass man diese Reduktion als Gegenentwurf schätzen kann, vielleicht sogar einen gewissen Bezug zum Instrument haben sollte. Vedder stellt es in den Vordergrund, neben seiner Stimme und seinen Texten. Aber irgendwo verkommen viele Melodien zu einer hübschen Begleitung, als wäre man auf einer entspannten Schifffahrt den Fluss hinauf. Insgesamt misslingt dieses Projekt also nicht wegen der minimalistischen Instrumentierung, sondern es fehlt an zündenden Momenten, die einen in dieses sehr kleine Universum eines sehr kleinen Instruments einladen.

Seit  27. Mai 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label und Vertrieb

Eddie VedderAnspieltipps:
> Sleeping by Myself
> Longing to Belong
> Sleepless Nights

Diskographie:

> Into the Wild (2007)
> Ukulele Songs (2011)

Ähnliche Künstler:
> Pearl Jam
> Jack Johnson
> Bill Callahan
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