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Effi - Astronaut

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von Sophie Müller am Montag, 17. Oktober 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Indiepop  |  Label: The Arcadia Agency (Snowhite)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

AstronautMit Gitarre auf Weltraumreise
Das Album beginnt mit freudigem Pop. Eine Kinderschar jubelt ab und zu im Hintergrund, die Sonne scheint und der Sänger besitzt eine soulige Stimme, die ganz schön sympathisch klingt. Alles ist gut.

Und so setzt es isch auch auf dem Album „Astronaut“ fort. Effi ist Österreicher. Er heisst eigentlich Thomas Petritsch - genannt Thoms Petit - und wie erwartet kommt der Künstlername von Theodor Fontane’s Effi Briest. Die Figur des poetischen Realismus’ inspirierte den Songwriter wegen ihrer inneren Zerrissenheit zwischen ihrer bürgerlich-erwachsenen Seite und ihres kindlich-naiven Hangs. Letzteren hat Effi auch in seiner Musik integriert. Mit Ukulele und Kazoo an seiner Seite nimmt uns der Grazer auf eine Weltraumreise mit – sein Debutalbum heisst „Astronaut“ und strotzt vor guter Laune.

Aber nicht nur die Musik ist mit Detailliebe geschmückt. Im Booklet kann man einen kleinen Astronauten zum Selberbasteln entdecken, mit Kugelschreiber hingekritzelt und mit einem spontanen „Tadaaa“ nebenan wartet er brav darauf ausgeschnitten und irgendwo aufgestellt zu werden. Effi ist aber kein unbedeutender Indiemusiker, der bessere Zeiten abwartend in seiner dunklen Nische hockt. In Österreich kennt man seinen Namen schon gut, weil er dem 2010 erschienenen Film „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ die zwei Songs „Happy“ und „Bye Baby“ beigesteuert hat und weil sein erstes Album auf dem Jugendsender der ORF, FM4, gleich zweimal zum Album der Woche gekürt worden ist. Auf letzterem findet man sowohl freundliches Singersongwriter-Gepfeife („Mars“), gemütliche Offbeat-Tracks, die stark an Reggae erinnern („Sinner Man“) als auch elektronisch angehauchte Tanzstücke („Dance“). Effi lässt sich die Freiheit von einem Musikstil zum andern hopsen zu können, genauso wie er auch von der englischen Sprache auf dem letzten Song auf Deutsch wechselt („Danndanke“).

Co-produziert wurde Effis Debutalbum von Alexander Nefzger, der auch schon mit Clara Luzia oder Illute arbeitete. Aber Effi ist ganz klar ein Selfmademan: Als Autodidakt spielt er quasi alle Instrumente auf „Astronaut“ selber und schrieb die Lyrics dazu. Jetzt bleibt mir nur noch den kleinen Papierastronauten fertig zu basteln.

Seit  10. Oktober 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label > Vertrieb

EffiAnspieltipps:
> Distance
> Sinner Man

Diskographie:
> Astronaut (2011)

Ähnliche Künstler:
> Illute
> Paolo Nutini
> Jason Mraz
> Newton Faulkner
> Eliza Doolittle
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