Eight Days A Week ist eine junge Poprockgruppe die bewusst kein musikalisches Neuland beschreitet, im Gegenteil. Die vier Jungs aus dem Wallis eifern nicht nur den Pilzköpfen, sondern auch anderen britischen Grössen wie den Stones oder Oasis nach. Dabei mischen sie gerne etwas Soul oder Jazzähnliches mit rein und haben nicht Angst davor den Sänger für eine gewisse Zeit schweigen zu lassen, um den Instrumenten Vortritt zu lassen.
...christlicher Rap, wie sie ihre Musik auf MySpace beschreiben, hab ich leider nur in einer kurzen Zeile vage raushören können: "Jesus please come home, we made a cake for you". Dafür beweist diese Zeile aus "No Prophet", dass sich die Jungs nicht allzu ernst nehmen. Nach all dem Namedropping eine Erleichterung.
Trotzdem herrscht eine Art durchgehende Melancholie auf ihrer EP, ihre Songs sind oft relativ schleppend - und werden dann plötzlich mitten im Lied durch ein erfrischendes Instrumentalsolo gerettet, so zum Beispiel auf "Mockingbird".
Auch "Paddington Station", ihr ruhigster Song auf der EP: Er überzeugt durch eine hypnotisierende Repetition, Triphop-like, einlullend - und mit einer kleiner Klavier-Überraschung zum Schluss, eigentlich völlig unpassend und doch voller Charme.
Nach dem Hören blieb mir ein Nachgeschmack von erstickter Improvisation. Ich wette Eight Day A Week klingt live, wenn sie einfach drauflos spielen können, viel mitreissender. Ihre Instrumente haben die vier Walliser nämlich im Griff, aber manchmal klingt es fast so, als wollten sie sie bändigen. Die Musik zähmen, damit sie auf der EP nicht allzu wild erscheint. Dabei würde ihr etwas Wildheit gut tun.
Die EP kann man auf
myspace frei downloaden. (
Direktlink)
Seit 3. April 2010 erhältlich.
Anspieltipps:
> In Colors
> Mockingbird
Diskographie:
> In Colors EP (2010)
Ähnliche Künstler:
> The Rolling Stones
> The Kinks
> Oasis
> The Coral