Genre: Singer/Songwriter | Label: Domino (Musikvertrieb) | Unsere Wertung: 8.0/10
Annäherungsversuch
"An Introduction to... Elliott Smith" ist eine Compilation, eine Einführung in Elliott Smith's Musik. Nichts Neues, aber für Uneingeweihte voller Entdeckungen.
Okay. Ich bin jetzt gerade von einer kleinen Wolke runtergefallen. Ich hatte Elliott Smith vor einigen Monaten entdeckt, als ich zum ersten Mal zufälligerweise im Internet auf das Lied "Son of Sam" stiess. Und ich war verzaubert. Es klang so sanft, traurig und doch hoffnungsvoll. Umwerfend.
Frischfröhlich und voller guter Erwartungen hörte ich deswegen ins Album "An Introduction to... Elliott Smith" rein. Und wurde nicht enttäuscht. "An Introduction to... Elliott Smith" war für mich tatsächlich eine Einführung in eine musikalische Welt, die mir gefiel. Und nun lese ich, dass Elliott Smith 2003 verstorben ist.
Elliott Smith hat in seinem kurzen Leben in einer Rockband gespielt (Heatmister) Soundtracks für diverse Filme geschrieben ("The Royal Tenenbaums" und "American Beauty"), fast einen Oscar gekriegt (für "Miss Misery", dass er zusammen mit Danny Elfmann für Gus Van Sant's Film "Good Will Hunting" aufnahm – und das vorletzte Lied auf dem Album ist) und hat fünf Alben veröffentlicht. Nach seinem Tod kamen noch drei weitere dazu, darunter das erst kürzlich zusammengestellte "An Introduction to... Elliott Smith". Das Album ist eine Compilation aus Songs seiner früheren Alben und ist genau für Fälle wir mich konzipiert worden: "We hope this will enable new generations to learn about Elliott's music", steht auf der Website des Vertriebs. (http://www.killrockstars.com/about/) Für jemanden, der Elliott Smith's Musik also schon länger kennt, ist das Album definitiv weniger spannend. Fünf der vierzehn Songs sind vom Album "Either/Or", dass 1997 erschienen ist, die restlichen sind einzeln oder zu zweit aus den sechs restlichen Alben gepickt worden.
Elliott Smith's Musik ist ruhig, typische Singer-Songwriter Balladen. Seine sanfte Stimme, die manchmal fast einem Flüstern gleicht ("Between the Bars"), wird von Gitarre und abwechslungsweise auch von Klavier ("Waltz #2") und elektrischer Gitarre ("Alameda") begleitet. In seinen Songs schwingt eine schleichende Melancholie mit, die aber nicht kitschig wirkt. Zu einem Regentag passend. Oder zu einem einsamen Abend. Ob die Reihenfolge der Lieder auf "An Introduction to...Elliott Smith" dem Werk Smith's gerecht wird, kann ich nicht wirklich einschätzen. Aber mir gefiel sie, der Annäherungsversuch scheint gelungen.
Seit 29. Oktober 2010 im Handel.
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Anspieltipps:
> Twilight
> Needle in the Hay
Diskographie:
> Roman Candle (1994)
> Elliott Smith (1995)
> Either/Or (1997)
> XO (1998)
> Figure 8 (2000)
Posthum veröffentlicht:
> From a Basement on the Hill (2004)
> New Moon (2007)
> An Introduction to...Elliott Smith (2010)
Ähnliche Künstler:
> Conor Oberst
> Nick Drake
> Damien Rice
> Iron & Wine
> Beck