Genre: Deutsch Rock & Pop | Label: N-Gage Productions (MV) | Unsere Wertung: 6.5/10
Einfach mal durchatmen
Genau das wollen uns "Es brennt - was tun?" auf ihrem Album vermitteln. Oder: Es gibt noch mehr als nur schwarz und weiss? Jede Medaille hat zwei Seiten? Auf jeden Regenguss folgt Sonnenschein?
Die nun schon seit 2006 bestehende Band "Es brennt – was tun?" bringt mit "Auf den ersten Blick" ein Album auf den Markt, das einen vom ersten bis zum letzten Klang gefangen nimmt und nicht mehr loslassen will. Auch wenn es so scheint, als würde es sich um konventionellen "Deutsch-Rock" handeln, so stellt man beim Reinhören schnell fest, dass die Band sich nicht festlegen lassen will. Ganz im Gegenteil: sie versuchen ihren eigenen Stil zu entwickeln, der sich zwischen Rock, Pop und Swing bewegt.
Auf dem 35 Minuten langen Album beschäftigen sich "Es brennt - was tun?" hauptsächlich mit den geläufigen Themen Liebe, Leidenschaft, Verlust, Vertrauen und Enttäuschungen. Durch einen einprägenden Rhythmus, treibende Gitarren, eher ruhige Drums, angenehme Stimmen und Texte vermitteln sie, wie facettenreich sie sind.
Auf den ersten Blick - wie der Titel schon vermuten lässt - werden Beziehung abgehandelt, aber es befinden sich auch Tracks auf dem Album, die man so nie erwartet hätte, z.B. "Melone", wo eine fette Katze besungen wird, und "Breath in Breath out", der einzige englische Song, in welchem der Titel für sich spricht.
Ein besonderes Highlight für mich war der Remix des Songs "Nordpol", der noch viel klangvoller, melodischer, aber auch elektronischer als der Originaltrack war. Im Kurzen und Ganzen ist "Auf den ersten Blick" eine gute Platte, die sich hinter Deutsch-Rock-Bands wie Silbermond oder 2Raumwohnung sicher nicht zu verstecken braucht.
Seit 16. März 2012 im Handel.
> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label
Anspieltipps:
> Auf den ersten Blick
> Melone
> Breath in Breath out
Diskographie:
> Auf den ersten Blick (2012)
Ähnliche Künstler:
> Silbermond